Verfasst von Kevin Stoepel

Kevin ist seit März 2019 für Papershift als Content Manager tätig. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem das Erstellen von Content für den Helpdesk und das Verfassen von Blog-Beiträgen.

Die Ortung während einer Zeiterfassung soll allen Beteiligten das Leben einfacher machen – hier sind 3 Gründe, warum eine GPS-Verifizierung Dir nicht helfen würde.

Immer wieder äußern Kunden den Wunsch, den Standort von Mitarbeitern während einer Zeiterfassung mittels GPS zu verifizieren. Neben datenschutzrechtlichen Bedenken stellt sich aber auch die Frage, ob GPS-Tracking wirklich die gewünschte Sicherheit für Arbeitgeber bringen würde.

Wusstest Du zum Beispiel, das einige der am meisten heruntergeladenen Apps im Google Play Store und im App Store „Fake GPS apps“ sind?

Die GPS-Zeiterfassung ist anfällig sowohl für unbeabsichtigte menschliche Fehler als auch für bewusste Täuschungsversuche. Für ein Unternehmen, das ein System einführen möchte, um Genauigkeit zu gewährleisten, erhöht GPS nur die Komplexität und verursacht zusätzliche Verwaltungskosten.

GPS is less accurate

GPS abgeschaltet. Beabsichtigt oder aus Versehen.

Jeder von uns hat das sicher schon getan, oder? Wenn der Akku des Handys schwächer wird und keine Stromquelle in der Nähe ist, werden bestimmte Funktionen abgeschaltet um Strom zu sparen. Und selbst wenn wir das nicht explizit machen, neue Smartphones sind, wie der Name schon sagt, wirklich schlau. Um Akkulaufzeit zu sparen schalten viele Geräte das GPS Signal aus, wenn es nicht aktiv genutzt wird. Wird das übersehen, ist die Verwunderung bei allen Beteiligten groß und die gewünschte Erleichterung ist dahin.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort – doch wo ist das Handy?

Auch wenn die meisten Menschen scheinbar mit ihrem Handy verschmolzen sind, manchmal gibt es Mitarbeiter, die ihr Handy nicht griffbereit haben, wenn sie am entsprechenden Standort sind und sich einloggen wollen. Wenn sie dann später ihr Gerät wieder zur Hand haben und sich nachträglich einstempeln wollen, wäre es nicht möglich, da sie jetzt eventuell nicht mehr am richtigen Standort sind, der laut GPS Überprüfung festgelegt ist.
In solchen Fällen müsste der Administrator also händisch die Zeiterfassungen anlegen. Die Folge: mehr Arbeit für den Administrator.

GPS on phones

Was kann GPS und was nicht?

Es wird jetzt ein wenig technisch, aber ich bemühe mich, es so einfach wie möglich zu halten. Um zu verstehen warum GPS das Problem der unberechtigten Zeiterfassung außerhalb des Arbeitsortes nicht lösen kann, ist es wichtig zu verstehen wie GPS funktioniert.

Unsere Telefone bestimmen unseren Standort, indem sie Radiosignale von Satelliten im Weltraum, dem so genannten Globalen Navigationssatellitensystem (GNSS), empfangen. Und 90% unserer Smartphones nutzen heute die Technologie des Single-Frequency-GNSS. Die durchschnittliche Ungenauigkeit, liegt bei einer Entfernung zwischen 5 und 20 Metern. In einem realen Szenario kann diese Entfernung eine völlig andere Straße bedeuten als die, auf der man sich befindet.

Wie löst man also dieses Problem der Single-Frequency-GNSS? Nun, man nutzt das Zweifrequenz-GNSS. Huawei und Xiaomi sind derzeit die einzigen beiden namhaften Anbieter, deren Smartphones offiziell diese Technologie unterstützen.

Wir können also festhalten, dass die meisten unserer Geräte weniger genaue GPS-Positionen melden, als wir glauben. Sich als Unternehmen auf diese Daten zu stützen, wenn es um die Zeiterfassungen der Mitarbeiter geht, kann demnach zu großer Verwirrung führung.

Wenn Du mit uns über Deine speziellen Anforderungen an die Zeiterfassung der Mitarbeiter sprechen möchtest oder eine personalisierte Demo von unseren Mitarbeitern in Aktion sehen möchtest, dann hinterlasse uns hier eine Nachricht. Du kannst Dir auch direkt einen Termin bei einem unserer Account Manager buchen – Buche einen Termin mit Philipp, Buche einen Termin mit Patrick.

NASA

Jamie Street

Sebastian Hietsch