Mitarbeiterbeteiligung

Mitarbeiterbeteiligung Definition

Die Definition von der Mitarbeiterbeteiligung ist das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf einer partnerschaftlichen Grundlage. Dieses Verhältnis geht weit über das traditionelle Angestelltenverhältnis hinaus. Die Mitarbeiterbeteiligung ist ein wirksames Instrument, um Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.

Dabei wird unterschieden zwischen:

  • überbetriebliche Beteiligung: Diese wird meistens von Gewerkschaften angestrebt und beinhaltet die wichtigsten Instrumente, wie Mitbestimmung, Betriebsverfassung, Investivlohn oder Vermögensbildung.
  • betriebliche Beteiligung: Gewinnbeteiligung, Kapitalbeteiligung, Belegschaftsaktien oder stille Beteiligungen

Bislang stand die Mitarbeiterbeteiligung (MAB) eher materiell im Vordergrund. Aber auch immateriell, wie bei Verbesserungs- und Veränderungsprozessen der Unternehmenskultur, die Stärkung des Wissenskapitals oder die Optimierung der Entscheidungs- und Arbeitsprozesse, gewinnen Beteiligungen immer mehr an Gewicht. Grundsätzlich geschieht jede Art von Beteiligung freiwillig und meist in Form einer Betriebsvereinbarung. Diese benötigen die Zustimmung vom jeweiligen Betriebsrat. MAB werden vom Gesetzgeber über den § 19a Einkommensteuergesetz (EStG) oder über vermögenswirksame Leistungen (5. VermBG) gefördert.

Vorteile:

  1. Erhöhung der Eigenkapitalquote und somit das Rating nach Basel II und die Kreditfähigkeit.
  2. Erweiterung der Basis vom Eigentkapital durch Steuereinsparungen.
  3. Möglichkeiten zur Überbrückung von Kapitalengpässen.
  4. Erhöhte Motivation der Mitarbeiter, da diese sich durch die MAB mit ihrem Unternehmen identifizieren. Dadurch nehmen auch der Krankenstand und die Fluktuation ab.
  5. Durch die MAB haben die Mitarbeiter mehr Sicherheit für ihren Arbeitsplatz und identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen.

Nachteile:

  1. Die Unternehmen erleiten Einschränkung in der Entscheidungsfreiheit.
  2. Firmenkapital ist abhängig von den Mitarbeitern.
  3. Mehr Risiken für den Arbeitnehmer, wie Kapitalvermögen und Arbeitsplatz, oder negative Auswirkungen auf den Investivlohn.

Mitarbeiterbeteiligung in der Praxis

Gerade in der heutigen Zeit ist der Druck angesichts der Globalisierung und des internationalen Wettbewerbs im Mittelstand, wie in kleinen und mittlerem Unternehmen, Familienunternehmen, im Startup oder im Handwerk, aber auch in Aktiengesellschaften sehr groß. Sie stehen vor der Herausforderung, das Unternehmen für die Zukunft zu sichern. Ein Leitfaden, dem entgegenzutreten, ist für die Unternehmen in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz, den drei DACH-Staaten, die aktienbasierte Mitarbeiterbeteiligung. Mit der richtigen Lliteratur und den möglichen Aussichten, wie Erfolgsbeteiligung oder Zinsen, kann dabei den Verkauf von Fonds an Mitarbeiter und Führungskräfte interessant machen.

Fazit:
Die Mitarbeiterbeteiligung ist ein Weg zu höherer Produktivität und zur Verbesserung des Eigenkapitals, da unter anderem Rückstellungen, wie Verbindlichkeiten oder Verluste, ausgeglichen werden können. Die Unternehmen können wieder besser auf konjunkturelle und unternehmensspezifische Schwankungen reagieren. Gemeinsame Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden durch die Mitarbeiterbeteiligungen gestärkt und dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt.