Data Driven Decision Making | Teil 3 – mit Michael Emaschow

Wieso sollten Entscheidungen von Unternehmen immer zahlenbasiert sind, wie sollte ich Ideen für eine gute Umsetzung priorisieren und hat das Thema Data Drivennes jemals ein Ende?
Data Driven Decision Making | Teil 3 – mit Michael Emaschow

Data Driven Decisions sind mehr als ein Blick in die Glaskugel

Im dritten Teil der Papershift Expert Series zum Thema Data Driven Decision Making beschäftigen wir uns mit der konkreten und ganzheitlichen Verwendung des Prozesses. Dabei erläutert Papershift-Experte Michael Emaschow u. a., warum es so wichtig ist, dass alle Entscheidungen im Unternehmen zahlenbasierte Entscheidungen sind, und was es mit der konkreten Priorisierung von Ideen auf sich hat.

Zahlenverständnis führt zu Prognosen

Daten ermöglichen es uns, auf Basis gesammelter Informationen aus der Vergangenheit in die Zukunft zu schauen. Forecasts, die aus der Aufarbeitung von Reportings entstehen, sind jedoch weit mehr als ein Blick in die Glaskugel. Das liegt im Fall des Data Driven Decision Makings daran, dass alle beteiligten Teammitglieder mit jedem Praxisschritt ein tieferes Zahlenverständnis entwickeln.

Wie Tim Lippmann aus eigener Erfahrung bei Papershift berichtet, ist die Entwicklung dieses Verständnisses durch die ständige Beschäftigung mit der Thematik sowie den einzelnen Stellschrauben in unterschiedlichsten Szenarien ein zielführender Prozess.

Es geht darum zu verstehen, wie die Zahlen ineinandergreifen

Tim LippmannPapershift Head Of Sales DACH

Daraus lässt sich in Hinblick auf die gefassten Ziele etwa ableiten, welche Marketing-Maßnahmen generiert werden müssen, um diese zu erreichen.

Mit der Zeit entstehen durch den iterativen Prozess Erfahrungswerte, die sowohl bei der Entscheidungsfindung als auch bei der genaueren Definition der Ziele helfen. So ist es etwa möglich, ambitionierte Zielsetzungen von völlig utopischen zu unterscheiden. Das verhindert u. a. eine Fehlallokation von Mitteln, die an anderer Stelle für andere Ziele genutzt werden können.

Immer und in jedem Bereich data driven handeln

Papershift bezieht den Decision Making Process jedoch nicht nur spezifisch auf einzelne Felder. Wir empfehlen, alle Business Decisions im Rahmen einer Data Culture auf den erhobenen Daten basieren zu lassen.

Viele Unternehmen machen hierbei den Fehler, dass datengestützte Entscheidungen nur auf der Ebene der Führungskräfte bzw. des übergeordneten Managements stattfinden. Die Papershift-Experten sind der Überzeugung, dass „alle Entscheidungen, […] die im Unternehmen getroffen werden und zwar nicht bloß von der Lead-Ebene, sondern von jedem einzelnen Mitarbeiter, auf Zahlen fundiert“ sein sollten.

Zahlenbasierte Entscheidungen als Ideal

Um das Funktionieren des Prinzips auf Mitarbeiterebene zu erläutern, beschreibt unser Experte das Vorgehen bei Papershift.

Ich glaube, dass man jeden Tag Entscheidungen trifft [ob im Sales, im Recruiting, im Marketing, …] Meiner Meinung nach kann man zu all diesen Themen Zahlen hinzuziehen, um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu haben.

Michael EmaschowPapershift CEO

Das Ziel dahinter ist klar: Entscheidungen sollen unabhängig von dem Bereich, in dem sie getroffen werden, nicht von der persönlichen Tagesform eines Mitarbeiters abhängen. Das konsequente Data Driven Decision Making eliminiert dieses Problem und bietet gleichzeitig weitere Vorteile. Allein, was die Kommunikation von Entscheidungen in das Team hinaus angeht, ergibt sich durch zahlenbasierte Entscheidungen eine hohe Transparenz.

Diskussionen über die nicht nachvollziehbare Entscheidungsfindung haben damit ein Ende, da sowohl die Entscheidungsgrundlage als auch der Weg zur Entscheidung immer auf den entsprechenden Data Skills basiert. Diese sind allen Teammitgliedern bekannt und zugänglich. Darüber hinaus bieten die Zahlen eine validierbare Bestätigung für ein vorhandenes Bauchgefühl. Damit fungiert die Data Science sozusagen als Kontrollinstrument für die professionelle Intuition.

Am Ende stehen nicht nur bessere Entscheidungen, sondern auch entscheidungsfreudigere Mitarbeiter mit einem hohen Selbstverständnis für Verantwortung und Entscheidungsfindung. Wie Papershift-Experte Michael unterstreicht, nimmt die Zahlenbasiertheit den Druck der Ungewissheit aus der Angelegenheit und macht Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen entspannter.

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Konkrete Priorisierung von Ideen ist essenziell

Die Komplexität der modernen Geschäftswelt macht eine Priorisierung von Maßnahmen und Ideen unerlässlich. Man stelle sich einmal vor, dass jede spontane Idee aus einem Brainstorming im Kreise des Teams ins Blaue hinein umgesetzt würde. An dieser Stelle findet ein essenzieller Brückenschlag statt, der die Bedeutung von Data Skills und Data Driven Decision Making unterstreicht.

Ideen, die in einem Team-Meeting entstehen, werden dabei zunächst gleichwertig behandelt. Im zweiten Schritt kommen Daten und Kennzahlen zum Einsatz. Einerseits, um zu überprüfen, ob es sich realistischerweise überhaupt lohnt, eine Idee zur Erreichung eines bestimmten Ziels zu verfolgen. Andererseits helfen sie auch bei der Priorisierung von Ideen.

So kannst Du etwa anhand von Variablen und den zu erwartenden Ergebnissen des Forecasts entscheiden, welche Maßnahme etwa zur Steigerung des Website Traffics an Top 1, Top 2 oder Top 3 steht und welche zu verwerfen ist.

Best Practice aus dem Hause Papershift

Papershift selbst hat dieses Prinzip im Rahmen von quartalsmäßigen Management Offsites umgesetzt. Als Best Practice empfiehlt der Papershift-Experte Michael, in einem solchen Meeting Ideen zu sammeln. Dabei geht es sowohl um Ideen, die kurzfristig zur Zielerreichung im nächsten Quartal dienen, als auch solche, die langfristig auf die Zielerreichung in mehreren Jahren ausgerichtet sind. Diese Ideen werden schließlich gemeinsam bewertet und entsprechend priorisiert.

Wichtig: Dieser Prozess lebt von der Diskussion und den Einschätzungen aller Teilnehmer. Genau das ist laut Michael die Quintessenz des Data Driven Decision Makings. „Es geht darum, eine Diskussion zu haben, das in der [Unternehmens-]Kultur zu haben, dass eben darüber diskutiert wird, was hat welchen Einfluss und auch auf welche Zahlen“, führt er aus.

Hat das Thema Data Drivenness jemals ein Ende?

Gerade vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Data Collection, Machine Learning und Big Data einen immer größeren Stellenwert erleben, ist die Frage nach einem Ende der Data Drivenness in Entscheidungsprozessen offensichtlich. Da es sich bei der Etablierung in Organisationen um einen unternehmenskulturellen Prozess handelt, der sich dynamisch mit neuen Aspekten fortentwickelt, ist in Sachen Data Driven Decision Making kein Ende in Sicht.

Papershift-Experte Michael unterstreicht diese Ansicht mit der Kulturanalogie: Bei Kulturen in Unternehmen (also auch bei Data Culture) geht es darum, eine Kultur zu entwickeln, zu wahren und stetig weiterzuentwickeln. „Beim Thema Data Drivenness ist es genauso“, setzt Michael den passenden Schlusspunkt unter diese Ausgabe der Papershift Expert Series.

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Die Expert Series ist Papershifts exklusives Talkformat – Experteninterviews, Insights, Tipps & Tricks, B2B Infotainment in höchster Qualität!

Wir befinden uns im regelmäßigen Austausch mit Experten aus den Themenbereichen Human Resources, Unternehmensführung und Digitalisierung und lassen Euch an den Erkenntnissen teilhaben. Die Papershift Expert Series wird auf YouTube wie auch als Podcast auf SpotifyGoogle Podcast und Apple Podcast veröffentlicht.

Du hast Feedback, Fragen oder möchtest gerne einmal selbst Teil der Papershift Expert Series sein? Wir freuen uns über Deine Nachricht per E-Mail an [email protected]

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Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.