Global Remote Work Index: Deutschland belegt Platz 1

Der Global Remote Work Index ist eine Berechnungshilfe, mit der sich die Qualität eines Standorts in Bezug auf Eignung für digitales Arbeiten einschätzen lässt. Deutschland belegte hier Platz 1, wir zeigen welche Faktoren dies ermöglicht haben.
  • Autor: Sianca Gentner
  • Letzte Aktualisierung: September 27, 2022
  • 6 Minuten
Global Remote Work Index: Deutschland belegt Platz 1

© olezzo / Adobe Stock

Global Remote Work Index: Deutschland belegt Platz 1

Das Thema Home-Office wurde noch vor wenigen Jahren von vielen Arbeitgebern eher ausgeblendet. Der traditionelle Dienst vor Ort, am zugewiesenem Arbeitsplatz und unter Aufsicht von Team- und Abteilungsleitern war der Standard. Zwar gab es vereinzelt Angebote dieser Art. Doch weder die Arbeitnehmer noch die Arbeitgeber konnten flächendeckend die Vorteile dieser modernen Arbeitsweise erkennen geschweige denn nutzen. Doch dann kam die Corona-Pandemie. Plötzlich war das Arbeiten von zu Hause aus die einzige Möglichkeit, Mehrwerte zu schaffen und Verwaltungsprozesse am Leben zu halten. Wie immer in Krisenzeiten hat sich Deutschland als besonders anpassungsfähig und erfinderisch erwiesen. Die bereits bestehenden Strukturen wurden ergänzt, der rechtliche Rahmen wurde angepasst und die Infrastruktur wurde auf die neuen Herausforderungen hin angepasst. Wurde vormals noch viel über ein allzu langsames Internet mancherorts geklagt, geht der flächendeckende Ausbau mit Highspeed-Leitungen kräftig voran.

Heute präsentiert sich Deutschland als perfekter Standort für Home- und Shared-Office Lösungen. Das kommt nicht nur der heimischen Wirtschaft zugute. Durch die getroffenen Maßnahmen wurde Deutschland auch für Digital Nomads zu einem äußerst attraktiven Standort. Heute kommen Online-Dienstleister aus aller Welt ins Land, um hier ihre Dienste global anbieten zu können. Das generiert Steuern und schafft Arbeitsplätze. Dieser Erfolg ruht auf den vier Säulen des „Global Remote Work Index“ von NordLayer.

Was ist der „Global Remote Work Index“?

Der Global Remote Work Index ist eine Berechnungshilfe, mit der sich die Qualität eines Standorts in Bezug auf Eignung für digitales Arbeiten einschätzen lässt. Dieses Tool wurde vom Cyber-Sicherheits-Unternehmen NordLayer entwickelt und hat sich inzwischen in der Branche etabliert. Der Index basiert auf den folgenden vier Parametern:

  • Digitale Sicherheit
  • Soziale und ökonomische Eignung
  • Physischer und digitaler Komfort
  • Umgang mit COVID-19

Sichere Daten

Daten brauchen Sicherheit gegen Fremdzugriff oder Beschädigung. Dies leisten vor allem cloudbasierte Datenbanken mit redundanten Speicherungssystemen und zuverlässiger Verschlüsselung. Deutschland war auch vor der Pandemie für seinen sicheren Umgang mit sensiblen Daten bekannt. Damit konnte es problemlos bei diesem wichtigen Index einen Spitzenplatz einnehmen.

Sozialer Frieden, stabile Wirtschaft

Natürlich ist es reizvoll, in einem sonnenverwöhnten Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten an der westafrikanischen Küste seinen Lebensunterhalt im Home-Office zu verdienen. Leider muss man in diesen Ländern damit rechnen, dass man sich allzu leicht zum Ziel für andere macht. In Deutschland herrscht hingegen ein hinreichend ausgeglichenes soziales Gefälle. Die Wirtschaft ist stabil und die Arbeitslosigkeit ist niedrig. Hinzu kommen noch eine bezahlbare Krankenversorgung und viele Möglichkeiten der kostengünstigen Weiterbildung.

Komfortables Leben für digital Nomads

Das Internet bietet in Deutschland flächendeckend eine ausreichende Geschwindigkeit für digitales Arbeiten. Auch wenn mancherorts der Transfer von großen Datenvolumen ein paar Minuten mehr dauern kann, ist Remote Work grundsätzlich überall möglich. Das bietet den Digital Nomads die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden, wo sie ihr Lager aufschlagen möchten. Gesetzgebung, soziale Sicherheit und Versorgung mit allem Lebensnotwendigen ist in Deutschland überall gleich verteilt. Das sorgt für ideale Voraussetzungen für ein ungestörtes und produktives Leben aller Bildschirmarbeiter.

Umgang mit COVID-19

Deutschland hat es in besonderer Weise bewiesen, dass wirtschaftliche Stabilität und Schutz der Bevölkerung mit vergleichsweise milden Maßnahmen umsetzbar ist. In Asien wurden ganze Millionenstädte abgeriegelt. Selbst im europäischen Ausland wurden Menschen entweder monatelang zu Hause eingesperrt oder fahrlässig ohne Schutz sich selbst überlassen. Deutschland ist hingegen eine Balance zwischen Einschränkung und Schutz der persönlichen Freiheit gelungen. Gleichzeitig wurden in Rekordzeit wirkungsvolle Impfstoffe entwickelt und die Versorgung mit lebensrettenden Masken gewährleistet. Dieses Erfolgsmodell lässt sich problemlos in die Zukunft projizieren. Gleichgültig, welche gesundheitlichen Herausforderungen in den nächsten Jahren über den Globus ziehen, Deutschland hat die Mittel und den Willen dazu das Notwendige zu tun. Das wird dazu beitragen, seinen Spitzenplatz im Ranking zu halten.

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Das Potenzial sinnvoll nutzen

Zwei Jahre Pandemie haben die Remote Work in Deutschland mehr als etabliert. Was als notwendiges Übel akzeptiert werden musste, hat seine Leistungsfähigkeit mehr als bewiesen. Der physisch vor Ort befindliche Mitarbeiter ist bei digitalen Beschäftigungen nicht mehr zwingend erforderlich. Tatsächlich gibt es sowohl für den Arbeitnehmer wie für den Arbeitgeber etliche handfeste Benefits, welche Home- oder Shared-Office mit sich bringen. Folgende Effekte haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen:

  • Wegfall von Pendelzeiten
  • bessere Selbstorganisation
  • Einsparung von Büroraum und Betriebskosten
  • höhere Produktivität

Die Einsparung der täglichen Fahrt zur Arbeit und zurück ist für Arbeitnehmer eine enorme Erleichterung. Es spart nicht nur große Summen Geld, es hat auch gesellschaftliche Vorteile. Emissionen gehen zurück, Parkraum wird eingespart, die Lärmbelastung sinkt und die Gefahr von Verkehrsunfällen wird deutlich reduziert. Der Arbeitnehmer erhält durch das Home-Office praktisch eine indirekte Gehaltserhöhung, da er weniger für die Pendelei ausgeben muss.

Home-Office und Gleitzeit gehen in den meisten Unternehmen Hand in Hand. Der Arbeitnehmer kann so seinen Tagesablauf besser organisieren und mit seinen familiären Herausforderungen optimal abstimmen. Das An- und Abmelden per E-Mail, Messenger oder andere digitalen Tools ist heute problemlos möglich. Außerdem bleibt man während der Arbeitszeit immer noch telefonisch erreichbar.

Auch für die Arbeitgeber hat sich die Umstellung auf Remote Work ausgezahlt. Statt des eigenen zugewiesenen Bildschirmarbeitsplatzes können sich so mehrere Arbeitnehmer einen Schreibtisch teilen. Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die wachsen wollen. Bevor ein größeres Gebäude gebaut oder angemietet werden muss, kann das vorhandene Potenzial erst über ein optimiertes Home-Office ausgenutzt werden. Das spart hohe Investitionen. Letztendlich sinken auf diesem Weg auch die laufenden Betriebskosten wie Heizung, Kaffee, Wasser oder die Aufwendungen für die Reinigung.

Ob anhand Remote Work die Produktivität wirklich steigt, ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt zahlreiche Statistiken, die auf diesen Effekt hinweisen. Jedoch gibt es auch einige Untersuchungen, die das Gegenteil nahelegen. Es scheint aber davon abhängig zu sein, ob ein Arbeitnehmer ausschließlich im Home-Office beschäftigt ist oder ob sich Heimarbeit und Anwesenheit abwechseln. Tendenziell ist aber eine gestiegene Produktivität naheliegend. Der Heimarbeiter wird weniger von Kollegen abgelenkt, da die direkte Ansprache fehlt. Wenn der Kollege kontaktiert werden soll, geschieht das immer über ein Medium. Das setzt wiederum voraus, dass die Fragestellung vorher präzise formuliert und abgewägt wurde. Wenn Kommunikation im Home-Office stattfindet, dann ist sie in jedem Fall effizienter als auf dem Flurgespräch.

Home-Office braucht Organisation

Es ist nicht damit getan, den Arbeitnehmer einfach nach Hause zu schicken. Aufgaben müssen verteilt und Ergebnisse kontrolliert werden. Ebenso muss der Arbeitgeber für offene Kommunikationskanäle sorgen. Aufgrund der hohen individuellen Dynamik ist das Home-Office besonders von einer angepassten Organisation abhängig.

Papershift bietet dazu das passende Tool. Mit der Zuweisung von Aufgaben und Arbeitszeiten lassen sich individuelle Dienstpläne erstellen. Erledigte Aufgaben werden vom Arbeitnehmer abgehakt, sodass er sich ohne Zeitverlust dem nächsten Projekt zuwenden kann. Das hat sich in vielen Branchen bewährt, die auf Arbeitskräfte vor Ort angewiesen sind. Sein volles Potenzial zeigt die Lösung von Papershift aber erst im dezentralen Arbeiten. Mit diesem Tool ist es möglich, die Kräfte von weit voneinander entfernten Mitarbeitern optimal zu bündeln. Das verkürzt die Bearbeitungszeiten von jeder Einheit und hebt die Ergebnisqualität an. Papershift bietet deshalb speziell für das Home-Office abgestimmte Lösungen an. Diese sorgen bei Arbeitgeber und Arbeitnehmer für die notwendige Klarheit.

Papershift Marktgeflüster

Das Papershift Marktgeflüster ermöglicht Dir einen schnellen Einblick in die neuesten Erkenntnisse und Studien aus dem Marktgeschehen der Bereiche HR, Personal, Mitarbeiterentwicklung und Workforce Management.

Zusätzlich werfen wir regelmäßig einen Blick in die Branchen unserer Kunden wie beispielsweise Gastronomie, Einzelhandel oder dem Management von Arztpraxen. Seid gespannt!

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Verfasst von Sianca Maria Gentner

Mit dem Fokus auf Experteninterviews und News aus der HR-Welt liefert Sianca interessante Einblicke in die Kooperationsarbeit von Papershift.