Umgangssprachlich ist meist die Rede von Lohn oder Gehalt, wenn die Abfindung für Arbeitsleistungen beschrieben wird. Unterschieden wird zwischen regelmäßiger, einheitlicher Vergütung bei Angestellten (Gehalt) und dem schwankenden, auf Stundenbasis oder Arbeitsstück berechnetem Lohn bei Arbeitern. Auch Bezüge der Beamten werden separat angegeben. Per Gesetz werden diese Termini gemeinsam als Arbeitsentgelt aufgeführt.

Arbeitsentgelt Definition

Was ist Arbeitsentgelt? Unter diesem Begriff versteht das Arbeitsrecht die finanzielle Vergütung verrichteter Leistungen des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber. Konkret, alle aus nicht-selbstständiger Arbeit erzielten Einkünfte im Rahmen eines Arbeits- oder Dienstverhältnis. Die Höhe der Vergütung richtet sich dabei nach Vereinbarung im Arbeitsvertrag. Abweichend davon wurde im Sozialgesetzbuch weiterhin festgehalten, dass es sich bei dem Arbeitsentgelt um sämtliche laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung handelt. Unwichtig ist hierbei, ob ein Rechtsanspruch auf jene Vergütung besteht. Dies bedeutet, jegliche Einnahme aus einem Beschäftigungsverhältnis zählt als Arbeitsentgelt.

Was gehört zum Arbeitsentgelt?

Allgemein gilt, dass sich das Entgelt nach gemeinsam getroffenen, verbindlichen Vereinbarungen im Arbeitsvertrag richtet. Beiden Parteien steht es dabei innerhalb gewisser Grenzen frei, den Betrag zu wählen. Ausnahmen sind vorliegende Tarifverträge. Seit Festlegung des gesetzlichen Mindestlohns muss auch die Einhaltung dessen Beachtung finden. Weitere Regelungen richten sich nach Art des Arbeitentgelts:

  • Lohn oder Gehalt
  • Einmaliges oder laufend gezahltes beziehungsweise regelmäßiges Arbeitsentgelt
  • Bar- oder Sachbezug
  • Netto- oder Bruttoarbeitsentgelt
  • Nach Herkunft als unmittelbar oder Zusammenhang mit der Beschäftigung stehend

Über das feste Gehalt hinaus gibt es in vielen Fällen zusätzliche Entlohnungen. Darunter fallen Prämien, Tantiemen, Provision, Boni oder Ruhegelder. Auch Gewinnbeteiligungen sind möglich. Zudem werden zum Entgelt auch bestimmte Zulagen gezählt.

Was ist beitragspflichtiges Arbeitsentgelt?

Neben Steuern zahlen Arbeitgeber auch Sozialversicherungsbeiträge für ihre Mitarbeiter, wenn diese bei ihnen Arbeitsentgelt erhalten. Jene Anteile, welche zur Berechnung der Beiträge herangezogen werden, zählen als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt. In den meisten Fällen sind steuerpflichtige Entgelte ebenfalls beitragspflichtig, sowie das monatliche Grundgehalt, Anwesenheitsprämien oder Leistungs- und Erschwerniszulagen. Ausnahmen bei der Entrichtung von Beiträgen sind geringfügige Beschäftigte, Rentner oder Azubis.

Was bedeutet Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone?

Bei der Ermittlung von anfallenden Beiträgen gibt es eine Gleitzone für den Niedriglohnbereich. Für Arbeitnehmer mit einer versicherungspflichtigen Beschäftigung gelten spezielle Regelungen bezüglicher Kranken-, Renten, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Ein solches Beschäftigungsverhältnis innerhalb der Gleitzone liegt bei einem monatlichen Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro vor.

Arbeitsentgelt in der Praxis

Als zentrale Leistungspflicht des Arbeitnehmers und Hauptgegenstand des Beschäftigungsverhältnisses ist die Entscheidung über angemessenes Entgelt in der Praxis von besonderer Bedeutung. Da die Vereinbarung frei getroffen werden kann, können Schwierigkeiten auftreten. Teils liegen jedoch konkrete gesetzliche Ansprüche vor, wie im Falle von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen und Gesamtzusagen.

Darüber hinaus muss der Mindestlohn eingehalten werden. Auch nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz wird für gewisse Branchen ein Rechtsrahmen gesetzt, um Mindestlöhne verbindlich zu machen. Es umfasst unter anderem Sicherheitsdienstleistungen, Fleischverarbeitung oder Bauhaupt- sowie Nebengewerbe.

Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.