Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld Definition

Bei dem Mutterschaftsgeld handelt es sich um eine Entgeltersatzleistung, die erwerbstätigen Frauen unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird. Hierbei handelt es sich um eine Ersatzleistung aufgrund des andauernden gesetzlichen Beschäftigungsverbots von Frauen während ihrer Schwangerschaft oder Entbindung. Durch das Mutterschaftsgeld soll Frauen eine Entschädigung aufgrund des vorliegenden Beschäftigungsverbots und den damit entstehenden beruflichen sowie persönlichen Einschränkungen zuteilwerden. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass aufgrund des Beschäftigungsverbots eine bestehende Laufbahnplanung gefährdet werden könnte.

Aktuell wird von den gesetzlichen Krankenkassen ein Maximalbetrag von 13 € pro Kalendertag gewährt. Hierbei muss das Mutterschaftsgeld bereits im Vorfeld beantragt werden. Für die Beantragung dieser Ersatzleistung benötigt eine Frau sowohl eine Bescheinigung über die Anstellung bei einem Arbeitgeber als auch eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin. Diese Bescheinigungen dürfen nicht nach der Entbindung ausgestellt worden sein.

Frauen, die hingegen familien- oder privatversichert sind, haben unter Umständen lediglich Anspruch auf ein vermindertes Mutterschaftsgeld von maximal 210 €. Dieser reduzierte Beitrag wird immer dann ausbezahlt, wenn sich eine familien- oder privatversicherte Frau zu Beginn ihrer sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung in einem Arbeitsverhältnis befindet oder ihr Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber direkt mit Beendigung der Schutzfrist aufgelöst wird.

Mutterschaftsgeld in der Praxis

Das Mutterschaftsgeld wird grundsätzlich nur dann ausgezahlt, wenn einige wesentliche Voraussetzungen erfüllt sind. Für die Beantragung dieser Leistung muss eine Frau:

  • zum Zeitpunkt der Beantragung schwanger sein
  • bei Beginn der Schutzfrist Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung sein
  • mit Anspruch auf Krankengeld versichert sein
  • in einem Arbeitsverhältnis stehen, in welchem aufgrund der Mutterschutzfristen kein Arbeitsentgelt gezahlt wird.
  • Zahlreiche Frauen haben deshalb keinen Anspruch auf eine Auszahlung des Mutterschaftsgelds. Aus diesem Grund haben in der Praxis zahlreiche Unternehmen im Rahmen ihrer Maßnahmen zur Frauenförderung eigene Regelungen getroffen und zahlen selbst eine Ersatzleistung, wenn ihren Angestellten die gesetzliche Ersatzleistung verweigert wird.

Wird das Mutterschaftsgeld jedoch bewilligt, so erhalten die betroffenen Frauen zusätzlicheinen verpflichtenden Zuschuss von ihrem Arbeitgeber. Hierbei soll gemeinsam mit dem Arbeitgeberzuschuss der Verdienstausfall ausgleichen, der aufgrund des Beschäftigungsverbots entsteht. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Schwangere die Arbeit zu ihrem Nachteil oder zu Ungunsten ihres Kindes aufgrund von wirtschaftlichen Gesichtspunkten fortsetzen.

Das Mutterschaftsgeld ist ebenso wie der dazugehörige Arbeitgeberzuschusssowohl steuer- als auch sozialabgabenfrei. Auf diese Weise entsteht durch den Bezug dieser Leistung ein großer wirtschaftlicher Vorteil, der grundsätzlich die Einschränkungen aufgrund des Beschäftigungsverbots ausgleichen soll.