Fehlende Lohngerechtigkeit: Google muss 118 Millionen US-Dollar an Mitarbeiterinnen zahlen

Google hat sich mit Klägerinnen auf eine Zahlung von $ 118 Millionen an 15.500 Mitarbeiterinnen in 236 verschiedenen Jobpositionen geeinigt. Der Grund: fehlende Lohngerechtigkeit.
Googleplex mit Schriftzug in Regenbogenfarben

Fehlende Lohngerechtigkeit: Google muss 118 Millionen US-Dollar an Mitarbeiterinnen zahlen

Google hat sich mit Klägerinnen auf eine Zahlung von 118 Millionen US-Dollar an 15.500 Mitarbeiterinnen in 236 verschiedenen Jobpositionen geeinigt. Der Grund: fehlende Lohngerechtigkeit.

Auch bei Google scheint es noch immer verbreitet zu sein, dass zumindest manche weiblichen Mitarbeiter weniger Geld erhalten als ihre männlichen Kollegen – für die gleiche Arbeit.

Dieser Umstand hat zu einer Klage mehrerer Google Mitarbeiterinnen aus unterschiedlichen Jobpositionen geführt. In deren Folge steht nun eine Zahlung Googles in Höhe von 118 Millionen US-Dollar. Der Betrag verteilt sich auf insgesamt 15.500 weibliche Mitarbeiter in 236 verschiedenen Jobpositionen bei Google.

Laut David Neumark, einem Wirtschaftswissenschaftler an der University of California in Irvine, sollen die weiblichen Kollegen nach Behauptung der Verfahrensteilnehmer durchschnittlich etwa 17.000 US-Dollar jährlich weniger erhalten haben als ihre männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen.

Eine der beiden Kanzleien, welche die Klägerinnen vertreten hat, ist Lieff Cabraser Heimann & Bernstein LLP. Die Kanzlei schreibt in einem Beitrag auf ihrer Website, die Einigung zwischen den Klägerinnen und Google umfasse außerdem eine Analyse der Einstellungs- und Bezahlpraktiken Googles durch einen unabhängigen Experten. Zudem sollen unabhängige Arbeitsmarktexperten Googles Studien zur Lohngleichbehandlung überprüfen. Diese Vorgänge sollen im Lauf der kommenden drei Jahre durch eine externe Instanz überwacht werden.

Nach Auffassung der Klägerinnen können diese Programme dazu beitragen, dass Frauen nicht weniger Lohn erhalten als ihre männlichen Kollegen, welche vergleichbare Tätigkeiten ausüben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Google nach einer Einigung mit dem US-Arbeitsministerium eine Zahlung von 3,8 Millionen US-Dollar an rund 5.500 Mitarbeiter zugesagt. Hintergrund waren Diskriminierungsvorwürfe. Google habe Frauen bei der Bezahlung gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt und asiatische Bewerber diskriminiert.



Verfasst von Christian Kunz

Christian verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Projektmanagement, Produktmanagement sowie agiler Projektentwicklung, die er in verschiedenen Unternehmen erworben hat.