Jobstart | Teil 3 – mit Kathrin Mohr

Wir zeigen wie Unternehmen Bewerber beeindrucken können, da sich immer mehr zeigt, dass zur heutigen Zeit sich die Unternehmen bei den Kandidaten bewerben.
Jobstart | Teil 3 – mit Kathrin Mohr

Wie Unternehmen Bewerber beeindrucken können

Jede Medaille hat zwei Seiten: Auch Unternehmen stehen vor der Herausforderung, mit den pandemiebedingten Gegebenheiten erfolgreich umgehen zu müssen. Einerseits sind sie auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, andererseits können sie angesichts der nach wie vor vorhandenen Unsicherheiten nur schwer planen. Und doch stehen sie auch in Bezug auf das Personal im Wettbewerb. Insbesondere das Handling der Bewerbungen spielt hierbei eine wesentliche Rolle: Verhält sich ein Unternehmen respektlos, wird das schnell und weitreichend in den relevanten Netzwerken diskutiert – das Arbeitgeberimage leidet also postwendend. Umso wichtiger ist es, im gesamten Bewerbungsprozess einen wertschätzenden Umgang zu pflegen. Im folgenden zeigen wir, ie Unternehmen Bewerber beeindrucken können und diese für offene Stellen gewinnen.

Was haben Feedbacks mit Wertschätzung zu tun?

Feedbacks sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, denn die Bewerber erfahren direkt, wie sie sich geschlagen haben. „Ich mach’s gerne, dass ich am Ende sage, hey, das Interview war toll. Wieso sollte ich mir Zeit lassen da, ihm da später eine Einladung zu schicken? Sondern ich feedbacke da, das Gespräch war wunderbar, super, lass uns da gleich einen Termin fixieren“, wie Kathrin aus ihrer Arbeit berichtet. Doch wie können Unternehmen in Zeiten von Corona-Beschränkungen ihr Personalmanagement sonst noch erfolgreich gestalten?

Bewerber derzeit ungeeignet – wie sollten Unternehmen reagieren?

Angesichts der fehlenden Planbarkeit und der damit verbundenen Unsicherheit, welches Personal künftig im Unternehmen benötigt wird, sollten Personaler keinen Bewerber abschrecken. Im Gegenteil, es ist ausgesprochen wichtig, auch nach einer Ablehnung mit den Kandidaten Verbindung zu halten. Hier empfehlen sich wiederum die sozialen Netzwerke, aber beispielsweise auch die Einbeziehung der Betreffenden in den E-Mail-Verteiler für Newsletter. Ziel sollte es sein, die Kandidaten mit dem Unternehmen vertraut und als Arbeitgeber so interessant zu machen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt gute Gründe haben, einen Job anzunehmen. Auf diese Weise lässt sich eine Ressource aufbauen, auf die das Unternehmen bei Bedarf zugreifen kann.

Trotz Corona: Wie können sich Unternehmen attraktiv als Arbeitgeber präsentieren?

Fakt ist: Qualifizierte Arbeitskräfte werden nach wie vor gesucht, bis zur Corona-Krise konnten sie sich ihren Arbeitgeber faktisch selbst aussuchen. Und die Messlatte liegt hoch. Vor allem junge Fachkräfte legen im Vergleich zu älteren Generationen einen viel größeren Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance, auf zu den eigenen Vorstellungen passende Unternehmenswerte – und auf Nachhaltigkeit. Und sie wollen mit Wertschätzung behandelt werden. Unternehmen sind also gut beraten, wenn sie sich ausreichend Zeit für das Kennenlernen nehmen, um sich als Arbeitgeber vorzustellen, alle Fragen zu beantworten und einen guten Eindruck vom Unternehmen selbst zu bilden.

Was spricht gegen eine kleine Remote-Tour durch die relevante Abteilung? So erhalten Bewerber einen authentischen Eindruck vom potenziellen Arbeitsplatz und spüren die Ernsthaftigkeit des Arbeitgeberinteresses. Auch eine Vorstellung der Unternehmensstruktur, der eingesetzten Technologien oder Entwicklungsmöglichkeiten für einen neuen Mitarbeiter können interessant für Bewerber sein. Auch hier gilt: Professionalität ist ein Muss!

Generationenwandel
Unterschiedliche Generationen haben unterschiedliche Anforderungen an ihren Arbeitgeber und die Arbeitsplatzgestaltung haben. Wir zeigen im Papershift Lexikon alles was man zur Generation X, Generation Y oder zu den Digital Natives wissen muss.

Wie wichtig ist die Digitalisierung der HR-Prozesse?

Dreh- und Angelpunkt in puncto Bewerbung sind digitalisierte HR-Prozesse. Unsere Tipps:

  • Bewerbung und Lebenslauf sollten in digitalisierter Form empfangen, aber eben auch weiterbearbeitet werden können. So zeugt schon die personalisierte und prompt verschickte Empfangsbestätigung von Professionalität, die Bewerber heutzutage schlichtweg erwarten.
  • Spezielle HR-Programme erlauben die Vorselektion der eingehenden Bewerbungen, sodass die jeweiligen Stärken und Schwächen, aber auch fachspezifischen Kenntnisse genau analysiert werden.
  • Schnelle Reaktionen, wie zum Beispiel die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch inklusive Link für ein geeignetes Kommunikationstool, vermitteln ebenso Wertschätzung wie ein freundliches Ablehnungsschreiben mit dem Vorschlag zur Vernetzung und Speicherung der Daten für einen eventuellen späteren Einsatz.

Profi-Tipp: Bewerbungsgespräch als Unternehmen vorbereiten

Das Bewerbungsverfahren beginnt auch für die Arbeitgeber schon vor der Veröffentlichung einer Stellenanzeige. Ein geeigneter Kandidat will angemessen angesprochen werden. Digitale Möglichkeiten können den Prozess vereinfachen. Auf was sollten Unternehmen dabei achten?

  1. Ist dies noch nicht geschehen, sollten Unternehmen spätestens jetzt die Digitalisierung vorantreiben.
  2. Dazu gehört auch der große Bereich Unternehmenskommunikation – also der prägnante, moderne Webauftritt sowie Aufbau und Pflege der Profile in den sozialen Netzwerken.
  3. In jedem Fall sollten Unternehmen auf eine positive Außenwirkung achten.
  4. Die veröffentlichten Inhalte sollten relevant sein, also dem Betrachter einen gewissen Mehrwert vermitteln.
  5. Jegliche Kommunikation sollte auf Augenhöhe stattfinden – Personaler befinden sich nicht zuletzt im Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern.
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Fazit und Zusammenfassung:

Auch Unternehmen sind aufgefordert, sich professionell zu präsentieren – in den sozialen Netzwerken ebenso wie mit einer modernen und relevanten Webseite und natürlich im Vorstellungsgespräch. Darüber hinaus erwarten Kandidaten auf Suche eine schnelle und personalisierte Reaktion auf ihre Bewerbung, einen klar strukturierten Bewerbungsprozess und eine wertschätzende Kommunikation – was digitalisierte HR-Prozesse wiederum in den Fokus rückt. Spätestens jetzt zu Zeiten von Fachkräftemangel und War of Talents sind Unternehmen gut damit beraten, sich den technologischen Neuerungen zu öffnen. So lassen sich auch Bewerbungen, die derzeit negativ beschieden werden müssen, zur Ressource der Zukunft entwickeln: mit den Bewerbern in Kontakt bleiben, sie über Neuigkeiten und Entwicklungen im Unternehmen informieren und damit als Arbeitgeber für die Zukunft interessant bleiben.

 

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Verfasst von Sianca Maria Gentner

Mit dem Fokus auf Experteninterviews und News aus der HR-Welt liefert Sianca interessante Einblicke in die Kooperationsarbeit von Papershift.