5 Vorteile, ein Arbeitszeitkonto zu führen

Arbeitszeitkonten ersparen Unternehmen Zeit wie auch Geldverluste und mindern gleichzeitig den Mitarbeiterstress. Welche weiteren Vorteile sich daraus ergeben, können Sie gerne unserem Blogartikel entnehmen.

5 Vorteile, ein Arbeitszeitkonto zu führen

Ein Arbeitszeitkonto bietet viele Vorteile, die Unternehmen letztlich Zeit- und Geldverluste sowie Mitarbeiterstress ersparen.
Im deutschen Arbeitszeitgesetz finden sich etliche Einzelregelungen zu Arbeitszeiten von Mitarbeitern. Diese Regelungen begrenzen die maximale Arbeitszeit pro Tag und setzen sogenannte Mindestruhepausen zur Arbeitszeit sowie Mindestruhezeiten ohne Arbeit zwischen Ende und Neubeginn der Arbeitstätigkeit. Weiter gilt Arbeitsruhe während der Sonn- bzw. Feiertage. Außerdem greifen besondere Schutzvorschriften bei Nachtarbeit.

Dieses Gesetz bleibt von Arbeitgeber wie Arbeitnehmer verbindlich einzuhalten. Zur praktikablen Umsetzung der entsprechenden Vorschriften dienen Arbeitszeitkonten.

Arbeitszeitkonto – was ist das?

Als Arbeitszeitkonto gilt im Personalwesen ein Dokument in schriftlicher bzw. elektronischer Form, das tatsächlich absolvierte Arbeit sowie Urlaub und Krankheit als auch Überstunden eines Mitarbeiters per Zeiterfassung fixiert. Zugleich fließen in solch ein Konto vertraglich erforderte Arbeitszeiten mit entsprechender Pausenregelung ein.

Unser Tipp: Ein Arbeitszeitkonto hat nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Erhalten Sie weitere Informationen dazu in unserem Lexikon-Artikel Arbeitszeitkonto.

Als gesetzliche Voraussetzungen für ein Arbeitszeitkonto in Betrieben gelten entsprechende Vereinbarungen. Diese finden sich in Tarif- bzw. Betriebs- oder Arbeitsverträgen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollten sowohl bei der Umsetzung mit einer digitalen als auch analogen Variante berücksichtigt werden. Für alle, die noch eine analoge Lösung nutzen, empfehlen wir die Arbeitszeitkonto Excel Vorlage von Papershift.

Arbeitszeitkonto eines Mitarbeiters in Papershift

Prinzipiell lassen sich dabei drei Kontoarten unterscheiden:

  1. Ein Gleitzeitkonto, für bedingt freie, durch Arbeitnehmer geregelte Arbeitszeiten
  2. Ein Jahresarbeitszeitkonto, für die im Jahr geleistete Stundenzahl nach Dienst- bzw. Betriebsvereinbarungen
  3. Ein Langzeitkonto, für noch längere Phasen bis hin zur Lebensarbeitszeit

Bei effizienter Nutzung dieser Kontoarten ergeben sich fünf besondere Vorteile.

Flexibilität

Zusätzliche Flexibilisierung der Unternehmenstätigkeit gelingt speziell mit diversen Modellen von Arbeitszeit. So lässt sich den individuellen Mitarbeiterbedürfnissen zur Work-Life-Balance erheblich leichter begegnen. Ebenso dient diese Flexibilität der Beantwortung unternehmerischer Herausforderungen, etwa bei unvorhergesehenen Projektschwierigkeiten. Weiter lassen sich die unternehmensabhängig sehr beliebten Leiharbeiter auf Basis von Zeitarbeit flexibel organisieren. Beispielsweise dürfen überschüssige Stunden in Form von Plusstunden im Arbeitszeitkonto erscheinen.

Verbesserte Handlungsfähigkeit

Gerade bei wirtschaftlich volatilen Rahmenbedingungen schätzen insbesondere mittelständische Unternehmen ihre Optionen zur Kostensenkung bei simultaner Flexibilisierung. Damit können Führungskräfte deutlich effizienter auf stärker schwankende Auftragszahlen und damit wechselnden Mitarbeiterbedarf reagieren, also auf Lastspitzen bzw. Unterbeschäftigung.

Gut zu wissen: Informieren Sie sich in unserem HR-Lexikon auch zum Thema Personalbedarfsplanung.

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Dokumentation bietet Rechtssicherheit

Vielfältige arbeitsrechtliche Randbedingungen erzwingen eine transparente und vollständige Dokumentation von Arbeitszeiten. Diese Historien fixieren sich gerade im Arbeitszeitkonto. Unter den zahlreichen Regelungen zur Dokumentationspflicht sei hier einmal § 17 MiLoG (Mindestlohngesetz) genannt. Danach bleiben Arbeitgeber stets verpflichtet zur Dokumentation der Arbeitszeiten entsprechender Arbeitnehmer. Zugehörige Konten wollen 24 Monate lang aufbewahrt sein.

Nachtrag: Am 14.05.2019 hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EUGH) entschieden, dass EU-Mitgliedstaaten die Arbeitgeber verpflichten müssen, ein System einzurichten, mit dem die tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann (Zur Pressemitteilung des EUGH). Im Zuge dieser Entscheidung, kann die Dokumentation der Arbeitszeiten für EU-Arbeitgeber zur allgemeinen Verpflichtung werden.

Mitarbeitermotivation

Flexibilisierte Arbeitszeiten per Zeitkonto stellen wesentliche Motivatoren für Mitarbeiter dar:

  • Etwa jedes zweite Personalmitglied fühlt sich durch flexibles Gehen bzw. Kommen angespornt. Dies kann durchaus auch Sabbaticals bzw. extensive Auszeiten bedeuten.

Wahl zwischen Freizeit und bezahltem Ausgleich

Ein Arbeitszeitkonto erlaubt prinzipiell das Wandeln angesparter Stunden in Freizeit bzw. Zeitausgleich oder Geld.

Speziell bei gutem Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer lassen sich so situationsabhängig über einen längeren Zeitraum spürbare Vorteile für beide Seiten erreichen.