Studien zeigen: Die Digitalisierung im Baugewerbe sorgt für starke Veränderungen in der Branche

Digitalisierung im Baugewerbe und Industrie 4.0 werden zunehmend fester Bestandteil der Branche. Wie der Arbeitsalltag mit technischen Hilfsmitteln aussieht, erfahren Sie hier.
  • Autor: Niklas Perius
  • Letzte Aktualisierung: September 22, 2022
  • 8 Minuten
Digitalisierung im Baugewerbe

© sculpies / Adobe Stock

Studien zeigen: Die Digitalisierung im Baugewerbe sorgt für starke Veränderungen in der Branche

Aktuelle Studien zeigen, dass die Digitalisierung im Baugewerbe und neue Technologien die Prozesse in der Bauindustrie grundlegend verändern. Industrie 4.0 hält endgültig Einzug in der Baubranche. Die Pandemie hat sich hier als Treiber dieser Entwicklung erwiesen. Vorrangig für Bauleiter bestimmt schon jetzt der Digitalisierungsgrad im Unternehmen über Effizienz und Effektivität der Arbeit. Smarte Elemente sind Schlüsseltechnologien.

Studie – Berufsbild Bauleitung nach Covid 19 verändert

Eine aktuelle Studie von Planradar zeigt die vielen Veränderungen und Trends, die durch Covid 19 in der Bauindustrie befeuert wurden. Viele Unternehmen sind 2020 mit dem Aufkommen der Pandemie in eine Krisensituation geraten. Für Unternehmen standen zeitweise viele Baustellen still.

Danach war das Arbeiten der Betriebe nicht mehr wie vor Corona. Abstandsregelungen, erweiterte Hygienevorschriften und neue Vorgaben für die Zusammenarbeit auf der Baustelle wurden zur Regel.

Noch mehr Verantwortung für Bauleiter. Um hier den Überblick zu behalten, waren technologische Formen der Kommunikation notwendig. Schritt für Schritt eroberte die eine oder andere Software den Aufgabenbereich der Bauleitung.

Die Studie zeigt, dass in der Pandemie Situation Bauunternehmen die nächsten Schritte hin zur Digitalisierung erfolgreich gemacht haben.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich das Berufsbild des Bauleiters durch diese Entwicklung und die aktuellen Trends verändert hat. Das Baugewerbe kommt an der Digitalisierung nicht mehr vorbei. Wofür aber stehen Digitalisierung und neue Technologien in der Bauindustrie? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf das Arbeiten im Baugewerbe?

Wie man im Bauwesen neuen Herausforderungen digital begegnet

Das Baugewerbe sieht sich vor viele Herausforderungen gestellt. Stichwortartig zusammengefasst lassen sich diese wie folgt beschreiben:

Kommunikation in Echtzeit mit Kunden und allen Beteiligten auf dem Bau gewünscht.

Mehr Geschwindigkeit im Umgang mit Daten, Berichten und Lösungen notwendig.

Ergebnisse und Daten sollen von jedem Ort mit Internet abrufbar sein.

Reduktion der Kosten durch Verschlankung der Verwaltung notwendig.

Erhöhte Anforderungen an Nachhaltigkeit wichtig.

Gleichbleibende Ergebnisse sind mit weniger Personal zu erzielen.

Gibt es eine Lösung, um diesen verschiedenartigen Anforderungen zu begegnen?

Die Antwort heißt Digitalisierung der Unternehmen. Mit Cloud Computing, BIM, digitaler Archivierung und einer passenden ERP Software rüstet sich die Bauindustrie für die Zukunft.

Der Digitalisierungsgrad entscheidet mehr und mehr über die Wettbewerbsfähigkeit. Kein Unternehmen in der Baubranche bleibt hier außen vor.

Mit digitalen Tools und Apps, mit speziellen Softwareprogrammen und der universellen Zugänglichkeit über eine Cloud kann man Prozessen auf dem Bau buchstäblich Beine machen. Die Digitalisierung der Baubranche erlaubt eine verbesserte Kommunikation im Team und mit dem Kunden. Jeder Zeitpunkt in Echtzeit.

Ein problematisches Thema auf Baustellen kann schneller einer Lösung zugeführt werden. Die mühevolle Suche nach Dokumenten in Papierform hat ein Ende. Für Bauunternehmen heißt es heute: Weg von analogen Arbeitsformen, hin zu digitalen Lösungen.

Cloud Computing sorgt für einen neuen Umgang mit Daten

Die Nutzung einer Cloud für die Erfassung großer Datenmengen und deren Archivierung ist ein maßgeblicher Teil der digitalen Transformation in Bauunternehmen. Niemals vorher war es möglich, auf Knopfdruck Pläne, Protokolle, Berichte und andere Informationen zu erstellen sowie zu teilen.

Die Berichtserstellung nimmt jetzt keine Tage mehr in Anspruch, stattdessen dauert es mit Mustern, Formularen und Vordrucken nur wenige Minuten. Selbst eine Fotodokumentation ist in kurzer Zeit fertig. Die Suche nach entsprechenden begleitenden Informationen dauert Sekunden.

Jedes Thema lässt sich mit der Digitalisierung im Baugewerbe effektiv erledigen. Der Weg zu Lösungen für Probleme ist kurz, weil jederzeit auf historische Daten zurückgegriffen werden kann. Von jeder Position und jedem Ort im Betrieb sind sämtliche Informationen jederzeit zugänglich. Der Einsatz von Personal erfolgt effektiv und präzise.

Der gesamte Bereich der Zeiterfassung von Arbeitsstunden, Zugriffsbeschränkungen und der jeweils geplante Einsatz an einer bestimmten Stelle während des Baus wird durch digitale Werkzeuge erleichtert.

Der Status quo eines Bauteils oder eines ganzen Bereichs kann jederzeit über die bereits gespeicherten Berichte, Fotos und Pläne mit einem gewünschten Soll-Zustand verglichen werden. Der Bauleiter wird zum Herr über Big Data im Unternehmen, ohne den Überblick zu verlieren. Datendurchgängigkeit ist das beherrschende Thema. Digitale Lösungen in der Kommunikation zeigen in Echtzeit ihre positiven Auswirkungen und Ergebnisse. Davon profitiert jeder Betrieb.

Mit mobilen Endgeräten immer mittendrin im Team und nah am Kunden

Mobile Endgeräte wie das Tablet oder das Handy erlauben es jederzeit, mit allen Beteiligten in Echtzeit zu kommunizieren. Der Weg zu dringend benötigten Informationen oder zu innovativen Lösungen für Probleme ist jederzeit kurz.

Es gehört zu den wesentlichen Chancen der Digitalisierung in der Baubranche, dass sich alle Beteiligten miteinander austauschen können. Kommunikationslücken im Betrieb gehören der Vergangenheit an. Die Digitalisierung Baugewerbe erlaubt es auch, den Kunden jederzeit anzusprechen.

Wer hier den Bauleiter, es mit der Digitalisierung noch näher an den Kundenwünschen und deren Umsetzung. Das macht Betriebe so attraktiv, die schon weit fortgeschritten sind auf dem Weg der Digitalisierung.

Betriebe sollten hier keine Kosten scheuen, um alle Chancen der Digitalisierung für sich zu nutzen. Wer schneller, effektiver und kostengünstiger baut, ist im Vorteil. Die Nutzung von digitalen Systemen ermöglicht darüber hinaus die genaue Anpassung an die Wünsche von Kunden.

Die Gefahr für Baumängel sinkt durch bessere Koordination und Verwaltung auf der Baustelle. Davon profitiert auch die Reputation des Unternehmens. Deshalb ist jeder Betrieb klar im Vorteil, der nicht mehr ausschließlich per E-Mail kommuniziert, sondern digital tagt, plant und verwaltet.

Die Software als Kollege auf der Baustelle

Die Digitalisierung führt einen neuen Kollegen in den Betrieb ein. Dieser arbeitet automatisiert und kann viele Funktionen ausführen. Die meisten Unternehmen wollen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr auf ihn verzichten.

„Kollege Software“ ist ein wichtiger Teil der Digitalisierung im Baugewerbe. Neben neuen technischen Lösungen sorgt zunehmend spezialisierte Software dafür, dass trotz Fachkräftemangel Chancen für das Unternehmen generiert werden können. Automatisierung gehört zu den wichtigsten Themen im Bereich Digitalisierung.

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Vorteile der Digitalisierung im Baugewerbe

Manche Unternehmen in der Baubranche tätigen Aufwendungen für digitale Lösungen, Software und andere technische Hilfsmittel, andere scheuen diese noch. Stellt man den Aufwand den Vorteilen gegenüber, ist Digitalisierung inzwischen ein Wettbewerbsvorteil. Hier lohnt sich jede Investition der Unternehmen im digitalen Bereich.

Die Baustellen und Gebäude werden smart mit BIM

Die digitale Revolution in der Baubranche hat noch eine andere Seite: Unternehmen können zunehmend auf Building Information Modeling zurückgreifen. Was verbirgt sich hinter Building Information Modeling?

Die Digitalisierung macht es möglich, dass technische Strukturen und sogar Gebäude mit dem Bauleiter oder dem Verwalter kommunizieren. Smarte Elemente halten Einzug in die Bauindustrie. Hier leitet etwa ein Bereich in der Sicherheit einer Anlage, Funktionsfähigkeit oder Fehler automatisch an die Verwaltung oder Bauleitung weiter. Eine Brandschutztür zeigt an, dass sie einen Funktionsfehler hat.

Schon während des Baus nehmen Unternehmen jede Hürde bei den technischen Anforderungen und müssen keine Zeit darauf verschwenden, manuell nach Fehlern zu suchen. Hier ruht ein ungeheures technisches Potenzial mit vielen weiteren Möglichkeiten der Automatisierung. In Zukunft melden Bauten und technische Anlagen selbstständig den jeweiligen Status quo.

Diese Systeme sind unermüdlich im Einsatz. In Zukunft werden so auch automatische Meldungen über den Bautenstand möglich. Ein weiterer Bereich des technologischen Fortschritts, dessen Möglichkeiten der Nutzung heute noch nicht vollständig verstanden werden. Hier ergeben sich auch Einsparmöglichkeiten für die Kosten eines Baus durch Integration automatisierter Kommunikationssysteme.

Fazit

Alle Möglichkeiten, die die Digitalisierung Unternehmen der Baubranche bietet, sind heute noch nicht bekannt. Unternehmen sollten in naher Zukunft in die erweiterte Digitalisierung investieren. Solche Investitionen werden sich schneller auszahlen als erwartet.

Für die Bauleitung gilt, dass sie ihr Potenzial zukünftig nur noch voll entfaltet, wenn sie alle Angebote der Digitalisierung nutzt. Der Einsatz digitaler Systeme wird mit gesteigerter Effektivität belohnt. Komplexe Aufgaben auf Baustellen und in Unternehmen werden digital besser bewältigt. Ressourcen wie Personal werden über den exakt geplanten und verwalteten Arbeitseinsatz digital präzise gesteuert.

So zeigt sich die Branche in der Zukunft auch gerüstet für weitere mögliche Krisen. Das wiederum steigert die Wettbewerbsfähigkeit jedes Unternehmens. Mehr Einsatz im digitalen Bereich lohnt sich für jedes Unternehmen der Branche. Industrie 4.0 ist längst der Standard für die Bauindustrie. Die bisher vorliegenden Studien und Untersuchungen zeigen, dass sich diese Entwicklung erst am Anfang befindet.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass ein wesentlicher Vorteil digitaler Systeme im Baubereich meist unterschätzt wird: Die digitalen Systeme lassen sich passgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens abstimmen. Auch das steigert die Effektivität eines Betriebes. Software ist hier modular aufgebaut und lässt sich auch auf veränderte Anforderungen zuschneiden.

Ein weiteres Indiz für das Potenzial der Digitalisierung in jedem Betrieb: Das Aus für analoge Arbeit ist zugleich der Start für ein spannendes, innovatives Arbeitsfeld in der Baubranche. Besseres Management in der Bauleitung und mehr Erfolg in der Bauindustrie durch einen höheren Digitalisierungsgrad – diese Rechnung geht auf. Die Baustelle wird digital.

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Verfasst von Niklas

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