Schichtarbeit und Gesundheit: So gelingt der Taktwechsel

Schichtarbeit und Gesundheit unter einen Hut bringen? Erfahren Sie in unserem Beitrag, wie Sie den Taktwechsel bei der Schichtarbeit gesünder gestalten und somit die Zufriedenheit der Mitarbeiter langfristig stärken.
Schichtarbeit und Gesundheit

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Schichtarbeit und Gesundheit

Die Gesundheit der Mitarbeiter sollte bei der Schichtplanung unbedingt eine Rolle spielen. Schließlich sind die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Schichtarbeit seit langem bekannt und Arbeitgeber stehen in der Verantwortung, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Eine gut durchdachte Schichtplanung ist hierfür das A und O. Welche Auswirkungen Schichtarbeit auf Arbeitnehmer hat, welche Pflichten Arbeitgeber bei der Planung haben und wie der Taktwechsel im Einsatzplan gesünder gestaltet werden kann, erfahren Sie in unserem Beitrag.

Hier geht’s direkt zu unseren Tipps für eine gesunde Schichtplanung

Schichtarbeit Gesundheit: Ein Arbeitszeitmodell unter der Lupe

Von Schichtarbeit oder Wechselschicht als Arbeitsform spricht man, wenn sich die Arbeitszeit dauerhaft rhythmisch verändert. In der Regel sind die einzelnen Schichten dabei in drei Abschnitte (Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht) eingeteilt. Schichtarbeit und insbesondere Spät- und Nachtschichten verlangen Schichtarbeitenden besonders viel ab. Der Grund dafür ist, dass man gegen die eigene biologische Uhr, also den natürlichen Rhythmus des Körpers beim Tagesablauf arbeitet.

Der menschliche Bio Rhythmus hat seinen eigenen Takt

Viele biologische Vorgänge im menschlichen Körper verlaufen in einem Zyklus von rund einer Tageslänge. Dazu gehören lebenswichtige Funktionen, neben Blutdruck und Puls beispielsweise die Atmung, die Körpertemperatur und die Verdauung. Als äußerer Zeitgeber für den Bio Rhythmus und die innere Uhr funktioniert vor allem das Tageslicht, das unsere Tag-Nacht-Rhythmen vorgibt. Menschen sind tagsüber und vor allem am Morgen besonders leistungsfähig. In der Nacht werden die Körperfunktionen heruntergefahren, weshalb der Körper im Ruhemodus ist und die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinkt.

Welche Schicht ist gesund?
Die Frühschicht gilt allgemein als gesündeste Schicht, da der Mensch am Morgen am leistungsfähigsten ist. Sie sollte möglichst nicht vor sechs Uhr morgens beginnen. Eine „gesunde Nachtschicht“ sollte bestenfalls vor sechs Uhr morgens, noch besser um fünf Uhr morgens enden.

Arbeiten gegen den Rhythmus: Hohe Fehlerquote und Unfälle als potenzielle Folge

Das Resultat der zusätzlichen Belastung durch Spät- und Nachtschichten zeigt sich unter anderem in erhöhten Fehlerquoten und einer Neigung zu Unfällen. Die möglichen Folgen sind daher Verletzungen, Arbeitsunfälle und andere schwerwiegende Schäden. Ein weiterer Risikofaktor, der mit der Schichtarbeit in Zusammenhang steht, sind gesundheitliche Einschränkungen. Wer langfristig gegen die innere Uhr arbeitet, setzt sich hohen Belastungen aus und riskiert Störungen des Bio- und Schlafrhythmus.

Kann Schichtarbeit krank machen?
Ja, Schichtarbeit führt nachweislich zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychische Beschwerden wie Depressionen. Ein sehr verbreitetes Problem unter Schichtarbeitern sind außerdem Schlafstörungen.

Damit einher gehen körperliche und psychische Auswirkungen, zum Beispiel Schlafstörungen, Magenbeschwerden, innere Unruhe und ständige Müdigkeit sowie Abgeschlagenheit. Zudem wirken sich die veränderten Tagesabläufe negativ auf das Sozial- und Privatleben aus, was oftmals mit psychischen Problemen verbunden ist.

Wie wirkt sich Schichtarbeit auf die Gesundheit aus?

Die gesundheitlichen Auswirkungen durch Schichtarbeit sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich und zudem von zahlreichen äußeren Faktoren abhängig. So spielt es beispielsweise eine Rolle, wann die täglichen Mahlzeiten eingenommen werden, wie lange der Betreffende schlafen kann und wann die Arbeit spätestens beendet ist. Einflussfaktoren für die Motivation und die körperliche Konstitution sind darüber hinaus die Temperatur und die Lichtverhältnisse in der Arbeitsstätte.

Diese Symptome oder Krankheiten lassen sich auf Schichtarbeit zurückzuführen:

  • Störung des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus (Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Nervosität, etc.)
  • Diabetes Mellitus Typ 2
  • Herz- und Kreislauf-Erkrankungen
  • Vitamin-D-Mangel (da zu wenig Sonnenlicht)
  • Depressionen

Gerade Schlafstörungen sind unter Schichtarbeitern weit verbreitet. Das liegt unter anderem daran, dass der Schlaf tagsüber nicht so tief und erholsam ist wie der nächtliche Schlaf. Das bedeutet, dass sich Körper und Geist im Schlaf nicht ausreichend regenerieren können und dass das Immunsystem nicht optimal arbeiten kann.

An Erholung mangelt es auch auf neurologischer Ebene: So kann sich das Gedächtnis im Tag-Schlaf nicht gänzlich konsolidieren und auch die Neuroplastizität – die Fähigkeit des Gehirns, seine Funktion so zu verändern, dass es optimal auf neue Einflüsse reagieren kann – ist geschwächt. Die Folge sind Ein- und Durschlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Konzentrationsprobleme, Niedergeschlagenheit und andauernde Müdigkeit.

Die Intensität der Beschwerden ist sehr individuell und hängt unter anderem von dem sogenannten Chronotyp ab. Hier unterscheidet man zwischen Abendtyp, Neutraltyp und Morgentyp. Zu welchem Typ man gehört, entscheidet, wie leicht einem die verschiedenen Schichten fallen. So kommt der Morgentyp mit Frühschichten besser zurecht als der Abendtyp. Letzterer wiederum hat die wenigsten Probleme mit der Nachtschicht. Klar ist zudem inzwischen, dass man sich nicht an Schichtarbeit gewöhnen kann.

Schichtarbeit und Gesundheit: Welche Rolle spielt die Lage der Arbeitszeit?

Bei gleicher Tätigkeit lassen sich zwischen Früh- sowie Spät- und Nachtschichten Unterschiede in der physiologischen Belastung durch die Arbeit beobachten. So steigt die objektive Beanspruchung in den Schichten wie folgt:

  1. Frühschicht: 100 %
  2. Spätschicht: 113 %
  3. Nachtschicht: 156 %

Wie lange braucht der Körper, um sich von Schichtarbeit zu erholen?

Wer jahrelang in Schichten gearbeitet hat, braucht sehr lange, um sich von dem veränderten Tag-Nacht-Rhythmus zu erholen. Einige Studien zeigen sogar, dass es nach dem Ausscheiden aus dem Schichtdienst mindestens fünf Jahre dauert, bis der Körper die Belastung wieder ausgeglichen hat.

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Gesund leben mit Schichtarbeit: 5 Ratschläge für Mitarbeiter

Jeder sechste Deutsche verrichtet Schichtdienst. Vorteilhaft ist, dass Schichtarbeit hierzulande besonders gut vergütet wird und man Schichtzulagen erhält. Damit die Gesundheit und der Biorhythmus trotzdem möglichst wenig leiden, folgen fünf Tipps für Schichtarbeiter.

1. Schlaf-Wach-Rhythmus erhalten

Um reibungslos zu funktionieren, benötigt der Körper gewohnte Abläufe. Aus diesem Grund sollten Schichtarbeiter darauf achten, dass sich der Schlaf-Wach-Rhythmus um höchstens zwei Stunden täglich verschiebt. Es kann zudem hilfreich sein, auf eine gesunde Schlafhygiene zu achten. Schlafhygiene meint, dass man regelmäßige Schlafenszeiten einhalten und möglichst immer zur selben Zeit ins Bett gehen und aufstehen sollte.

Unser Tipp für Schichtarbeiter
Wer dauerhaft nachts arbeitet, sollte auch an den freien Tagen möglichst lange wach bleiben. Außerdem ist es sinnvoll, den Schlaf bereits einige Tage vor dem Taktwechsel anzupassen und entweder früher oder später ins Bett zu gehen.

2. Arbeitgeber-Angebote nutzen

Viele Firmen mit Schichtdiensten haben inzwischen erkannt, dass sich Investitionen in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter lohnen und zudem die Arbeitgebermarke stärken. Ist dies der Fall, sollte man den vorhandenen Angeboten eine Chance geben. Gibt es beispielsweise noch keinen Ruheraum für die Pausen in der Nachtschicht, sollten die Mitarbeiter dies bei ihren Vorgesetzten anregen.

3. Schichtplan proaktiv mitgestalten

Die Belastung durch die Schichtarbeit sinkt, wenn diese mit der Uhr geht. Da gerade die Arbeit in Nachtschichten eine große Belastung darstellt, sollten diese nicht öfter als drei Mal am Stück geplant werden. Außerdem sollte ein Wechsel von der Früh- zur Spätschicht und von der Spät- zur Nachtschicht eingehalten werden. Eine wöchentliche Rotation sollte man vermeiden, da sie besonders kräftezehrend ist. Ein zweitägiger Schichtwechsel ist besser.

4. Freizeit aktiv gestalten

Schichtarbeiter benötigen gute Freizeit-Ausgleiche, um sich körperlich und geistig fit zu halten und soziale Kontakte pflegen zu können. Man sollte die freie Zeit daher möglichst aktiv gestalten und beispielsweise Sport treiben, um Stress abzubauen und das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Mehrere freie Tage am Stück eignen sich besonders gut, um Familie und Freunde zu treffen und die Work-Life-Balance wieder herzustellen.

5. Sich bewusst ernähren

Schichtarbeiter haben aufgrund des wechselnden Tag-Nacht-Rhythmus und unregelmäßiger Essenszeiten ein erhöhtes Risiko für Übergewicht. Auch Magenbeschwerden und ein erhöhter Kaffeekonsum, der zusätzlich wachhält, sind keine Seltenheit. Vorbeugend wirken feste Zeiten für Mahlzeiten. Wen in der Nachtschicht regelmäßig der Hunger packt, der sollte grundsätzlich leichte Kost zu sich nehmen. Gut geeignet für die Nachtarbeit sind etwa kleine Snacks für zwischendurch wie Salate, Quark oder gesunde Müsliriegel.

Schichtarbeit Gesundheit: Diese Pflichten haben Arbeitgeber

Das deutsche Arbeitsrecht erlegt Arbeitgebern eine besondere Fürsorgepflicht und den Gesundheitsschutz ihrer Angestellten auf. Sie stellt das Pendant zur Treuepflicht des Arbeitnehmers dar und verpflichtet Unternehmen, so für ihre Angestellten zu sorgen, wie es dem allgemeinen Anstand und der Gerechtigkeit entspricht.

Allein aufgrund der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers sollte das Management dafür sorgen, dass die Personalabteilung/HR entsprechende Maßnahmen für Schichtarbeiter ergreift und ihre Belange bei der Schichtplanung berücksichtigt.

Ein weiterer Grund für Unternehmen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, ist das deutsche Arbeitszeitgesetz (kurz: ArbZG). Dieses enthält die gesetzlichen Regelungen zur Schichtarbeit. Dort finden HR-Mitarbeiter sämtliche Aspekte, die bei der Entwicklung von Schichtmodellen beachtet werden müssen.

In § 6 des Gesetzestexts finden sich die Regelungen für die Nacht- und Schichtarbeit. Demnach sind die Arbeitszeiten nach den neuesten Erkenntnissen der Arbeitswissenschaft und der Medizin sowie im Sinne einer menschengerechten Arbeitsgestaltung festzulegen. Zudem haben Nachtarbeiter das Recht, sich auf Kosten des Arbeitgebers arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen, und können besondere Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung wahrnehmen.

Unternehmen dürfen außerdem die sonstigen Regelungen zur Arbeitszeit nicht vergessen. Diese gelten nämlich auch für die Schichtarbeit. So sieht § 3 ArbZG eine tägliche Arbeitszeit von höchstens acht Stunden vor. Diese darf nur in Ausnahmefällen auf zehn Stunden pro Tag verlängert werden. Innerhalb eines Monats jedoch ist die übliche Arbeitszeit von acht Stunden nicht zu überschreiten.

Gesetzlicher Rahmen: Maximale Arbeitszeit laut Arbeitszeitgesetz
Informieren Sie sich zu den rechtlichen Regelungen der maximalen Arbeitszeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Außerdem sieht das Gesetz auch für die Schichtarbeit Ruhepausen vor (§ 4 ArbZG). Bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun Stunden ist eine 30-minütige Pause einzuhalten, bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden sind es 45 Minuten. Die Ruhepausen dürfen in zwei oder drei 15-Minuten-Pausen aufgeteilt werden.

Mitarbeiter sind und bleiben die wichtigste Ressource des Unternehmens

Dass die Mitarbeiter eines Unternehmens dessen wichtigste Ressource sind, wissen recht junge Disziplinen wie das Human Capital Management und das Workforce Management bereits seit einigen Jahren. Arbeitgeber tun also nicht nur aufgrund ihrer gesetzlich festgelegten Sorgfaltspflicht gut daran, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter beim Schichtdienst zu berücksichtigen.

Ein weiterer Grund ist, dass Mitarbeiter langfristig nur zufrieden mit ihrem Job sind, wenn sie das Gefühl haben, dass sich ihr Arbeitgeber für ihr Wohlergehen interessiert und sich für ihre Belange einsetzt.

Gesunde, motivierte Mitarbeiter sind produktiver als solche, die den Risiken der Schichtarbeit ungeschützt ausgeliefert sind. Wie alle Personalbelange spielt die Schichtplanung also durchaus eine Rolle für die Wirtschaftlichkeit und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Wie können Arbeitgeber einen gesunden Rhythmus bei Schichtmodellen gewährleisten?

Arbeitgeber sind heute mehr denn je aufgefordert, die negativen Auswirkungen von Schichtmodellen auf die Gesundheit der Arbeitnehmer zu lindern beziehungsweise etwas zu deren Ausgleich beizutragen. Gleichzeitig müssen sie mit schwankenden Konjunkturzyklen und disruptiven Marktsituationen umgehen.

Um die Bedürfnisse und Themen der Mitarbeiter bei der Suche nach der passenden Lösung zu berücksichtigen, sind folgende Maßnahmen in der Personaleinsatzplanung möglich:

  • Vorwärtsrotierender Schichtplan nach der Reihenfolge Frühschicht – Spätschicht – Nachtschicht
  • Schichtplan mit möglichst vielen freien Tagen am Stück
  • Vermeiden von 24-Stunden-Schichten
  • Pausen- beziehungsweise Ruheraum mit Couch
  • Möglichkeit, zwischendurch kurz zu schlafen (15 Minuten)
  • Individuelle Schichtplanung

Damit sich die Arbeitnehmer im favorisierten Schichtmodell wohl fühlen und ihrem Leistungspotenzial voll nachkommen können, braucht es möglichst individuelle Schichtpläne. So kommen einige Personen gut damit zurecht, eine ganze Woche in der gleichen Schicht zu arbeiten, für andere ist ein Wechsel der Schicht nach zwei Tagen besser geeignet. Damit hier alle Seiten profitieren, gilt es, auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter zu achten und diese in die Planung einzubeziehen. Natürlich ist bei der Verteilung der Schichten stets darauf zu achten, dass es fair zugeht und sich niemand dauerhaft beteiligt fühlt.

Lesetipp der Redaktion: Moderne Dienstplangestaltung
Durch die aktive Integration der Arbeitnehmer bei der Mitarbeiterplanung steigern Sie die Zufriedenheit am Arbeitsplatz nachhaltig. Schichtarbeiter haben die Möglichkeit Schichten zu tauschen und die Planung aktiv mitzugestalten. Die Dienstplangestaltung durch Mitarbeiterintegration gilt daher als moderne Form der Einsatzplanung.

Transparente Schichtplanung als Schlüssel zur Mitarbeiterzufriedenheit

Weiterhin sollte HR dafür sorgen, dass die Schichtplanung für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar ist. Bei der Wahl des Schichtmodells ist es das höchste Ziel, die Schichtarbeit mit der Freizeit der Arbeitnehmer zu vereinbaren. Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse sollten daher bei allen Überlegungen eine Rolle spielen.

Außerdem ist es sinnvoll, den Angestellten die Möglichkeit zu geben, Schichten selbstständig zu tauschen und Präferenzen und Verfügbarkeiten selbst in den Schichtplan einzutragen. Wird eine Schicht frei, sollten die Arbeitnehmer darüber informiert werden , um sich auf diese bewerben zu können.

Ebenfalls wichtig: HR muss dafür sorgen, dass der Schichtplaner verschlüsselt und DSGVO-konform ist. Heutzutage gibt es zahlreiche effiziente Online-Tools, die bei der Planung von Schichtmodellen unterstützen. Außerdem helfen Planungssoftwares dabei, Arbeitsschutzgesetze wie vorgegebene Pausen und Ruhezeiten einzuhalten.

Als besonders wertvoll erweist sich in der Praxis die Kombination des Schichtplaners mit einem digitalen System für die Zeiterfassung. Auf diese Weise haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich digital – beispielsweise per App über das eigene Smartphone – ein- und auszustempeln. Arbeitgebern verschafft ein solches Schichtplanungstool mit integrierter Stempeluhr eine praktische Übersicht über alle Schichtpläne, die An- und Abwesenheitszeiten der Mitarbeiter sowie unerwartete Änderungen in der Planung.

Checkliste: 13 Tipps für eine gesunde Personaleinsatzplanung bei Schichtarbeit

Um bei der Schichtarbeit einen gesunden Taktwechsel gewährleisten zu können, kann der Einsatzplan mit folgenden Tipps verbessert werden:

  1. Einrichten eines Vertretungspools
  2. Planung von maximal drei Nachtschichten nacheinander (keine dauerhaften Nachtarbeitsplätze!)
  3. Einführung vorwärts rotierender Schichtsysteme
  4. Frühzeitiges Erstellen der Schichtpläne und Verzicht auf kurzfristige Änderungen
  5. Einhalten einer Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zwischen den Schichten
  6. Mindestens 24 Stunden Erholung nach Nachtarbeit
  7. Maximal sieben Arbeitstage nacheinander
  8. Eher mehrere freie Tage nacheinander statt freie Einzeltage
  9. Möglichst später Beginn der Frühschicht (nach sechs Uhr)
  10. Möglichst frühes Ende der Nachtschicht (bis sechs Uhr)
  11. Einplanen klar definierter Pausen tagsüber und nachts
  12. Kein Erledigen gefährlicher Arbeiten in der Nachtschicht
  13. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung


Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.