FTE / Vollzeitäquivalent

Das Full Time Equivalent (FTE) ist eine rechnerische Größe, die Unternehmen als Vergleichsgröße dient, um die Gesamtarbeitszeit unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle zu erfassen. Informieren Sie sich zur Berechnung!
FTE und Vollzeitäquivalent

Neue Arbeitszeitmodelle sind in vielen Branchen und Unternehmen auf dem Vormarsch – egal, ob in der Pflegebranche, im Einzelhandel oder in der Gastronomie. Das Vollzeitäquivalent bzw. Full Time Equivalent dient dazu, die Leistung aller Voll- und Teilzeitmitarbeiter in Unternehmen zu erfassen und den Personalbedarf zuverlässig zu ermitteln. Die Berechnung spielt eine wichtige Rolle bei sämtlichen Analysen und Planungen der Personalabteilung.

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Definition: Was bedeutet FTE (Full Time Equivalent)?

Das Vollzeitäquivalent, im Englischen Full Time Equivalent, dient Arbeitgebern als Vergleichsgröße, um die Gesamtarbeitszeit unabhängig von dem jeweils verfolgten Arbeitszeitmodell zu erfassen. Dafür rechnet man sämtliche vorhandenen Teilzeitstellen zu fiktiven Vollzeitstellen um. Es handelt sich also um eine abstrakte Kennzahl, die den Zeitwert der vorhandenen Stellen ausdrückt und nicht die Anzahl der Stellen.

Da der herkömmliche Acht-Stunden-Tag auch in Deutschland längst nicht mehr der Norm entspricht, gewinnt die FTE-Berechnung zunehmend an Bedeutung. Personaler sind deshalb aufgefordert, Teilzeitkräfte in Vollzeitkräfte umrechnen. Denn nur mit aussagekräftigen Personalkennzahlen lassen sich strategisch kluge Entscheidungen treffen.

Was versteht man unter Vollzeitäquivalent?

Das Vollzeitäquivalent, häufig mit VZÄ oder FTE (Full Time Equivalent) abgekürzt, bezeichnet die Mitarbeiterkapazität. Dabei entspricht ein VZÄ oder FTE von 1,0 der Arbeitszeit einer Vollzeitstelle. Es handelt sich also um eine rechnerische Größe, die die Arbeitszeit beziehungsweise den Zeitwert misst, den eine Vollzeitkraft erbringt. Das Ergebnis entspricht der Anzahl an fiktiven Vollzeitstellen, die die tatsächlich existierenden Stellen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle ergeben.

Personaler nutzen das Full Time Equivalent, um die Gesamtarbeitszeit unabhängig von Arbeitszeitmodellen auf fiktive Vollzeitstellen aufzurechnen. Gerade für das Personalmanagement spielt die Vergleichsgröße, die anzeigt, über wie viel Personalkapazität ein Unternehmen verfügt, daher eine wichtige Rolle.

FTE berechnen leicht gemacht

Prinzipiell beinhaltet die Bestimmung des Full Time Equivalents vier standardisierte Schritte, wobei die Anzahl von 2080 Stunden pro Jahr als Basis für ein VZÄ von 1,0 herangezogen wird. Die Stundenanzahl basiert hierbei auf den folgenden Annahmen für eine Vollzeitarbeitskraft:

  • Tägliche Arbeitszeit: 8 Stunden
  • Arbeitstage pro Woche: 5 Tage (8 * 5 = 40 Stunden)
  • Arbeitswochen pro Jahr: 52 (40 * 52 = 2080 Stunden)

Schritt 1 | Zur Berechnung des FTE muss zunächst die Gesamtanzahl der Arbeitsstunden aller Teilzeitkräfte bestimmt werden

  • 3 Teilzeitmitarbeiter bei einer 25-Stunden-Woche und 30 Arbeitswochen
  • 5 Teilzeitmitarbeiter bei einer 15-Stunden-Woche und 20 Arbeitswochen

Berechnung:

3 * 25 * 30 = 2250
5 * 15 * 20 = 1500

2250 + 1500 = 3750 Teilzeit-Arbeitsstunden

Schritt 2 | Auf gleiche Weise werden in einem nächsten Schritt die Arbeitsstunden der Vollzeitkräfte berechnet

  • 8 Vollzeitmitarbeiter bei einer 40-Stunden-Woche und 52 Arbeitswochen

Berechnung:

8 * 40 * 52 = 16640 Vollzeit-Arbeitsstunden

Schritt 3 | Um die Gesamtanzahl der Arbeitsstunden aller Mitarbeiter zu erhalten, werden die beiden Werte nun addiert

3750 (Teilzeit) + 16640 (Vollzeit) = 20390 Gesamtstunden

Schritt 4 | Das Full Time Equivalent lässt sich schließlich ermitteln, indem die Gesamtstundenanzahl durch die Anzahl der regulären Vollzeitstunden geteilt wird

20390 / 2080 = 9,80

In dem Rechenbeispiel ergibt sich also ein Full Time Equivalent von 9,80. Dies bedeutet, dass bei 16 Mitarbeitern (je 8 Teilzeit- und 8 Vollzeitbeschäftigten) eine Personalkapazität von 9,80 Vollzeitkräften pro Jahr vorliegt.

Generell lässt sich für die Berechnung des Vollzeitäquivalents dabei folgende Formel festhalten:

(Arbeitsstunden Teilzeit + Arbeitsstunden Vollzeit) / Reguläre Stundenanzahl des Berechnungszeitraums = FTE

Weitere Berechnungsformen

Neben dem jährlichen VZÄ kann man das Full Time Equivalent auch pro Monat oder Tag bestimmen. Hierzu muss man bloß den Standard-Stundenwert anpassen und in die allgemeine Formel einsetzen.

Bei einer monatlichen FTE-Berechnung kann man also die die Zahl 173,33 (2.080 Stunden / 12 Monate) nutzen. Geht man von 2.600 Arbeitsstunden pro Monat aus und teilt man diese durch die reguläre Stundenanzahl von 173,33 erhält man ein FTE von 15,00.

Wer Hilfe bei der Berechnung benötigt, kann unseren zuverlässigen Online-Rechner zur FTE-Berechnung nutzen.

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Die FTE Berechnung gestaltet sich mit dem richtigen Online-Rechner schnell und einfach. Der Online FTE Rechner von Papershift erlaubt Arbeitgebern unter Berücksichtigung aller relevanten Komponenten das Vollzeitäquivalent zu berechnen.

FTE Rechner: Vollzeitäquivalent erfolgreich berechnen

Zur Berechnung des sogenannten Full Time Equivalent / Vollzeitäquivalent sind die folgenden Schritte zu berücksichtigen:

  1. Geben Sie die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten ein.
  2. Geben Sie die Anzahl der unterschiedlichen Zeitmodelle an.
  3. Tragen Sie in das Feld „Vollzeit Beschäftigte“ die reguläre Wochenarbeitszeit ein.
  4. Unter „Modell 1“ tragen Sie die relevanten Informationen zum entsprechenden Arbeitszeitmodell ein.
  5. Je nachdem, wie viele Zeitmodelle Sie bei Schritt 2 angegeben haben, füllen Sie die weiteren Modelle aus.
  6. Klicken Sie zum Schluss zur erfolgreichen Berechnung auf den Button „FTE berechnen“.

Welchen Nutzen hat die Berechnung des FTE für Unternehmen?

Man berechnet das FTE, um die von Teilzeitmitarbeitern geleisteten Stunden pro Tag in die Arbeitskapazität fiktiver Vollzeitmitarbeiter umzuwandeln. Indem Unternehmen, die viele Teilzeitkräfte beschäftigen, deren Arbeitsstunden in FTEs umrechnen, schaffen sie eine gute Basis für andere wichtige Analysen – allen voran die Ermittlung des Personalbedarfs. Dieser wird beispielsweise bei geplanten Umstrukturierungen oder bei Personalabbau wichtig.

Das FTE ist zentraler Bestandteil der Analysen und Planungen der Personalabteilung. Neben der strategischen Personalentwicklung kommt das VZÄ auch bei der Leistungsberechnung von Projekten und bei der Beurteilung der Mitarbeiterkapazität in verschiedenen Unternehmensbereichen zur Anwendung.

Die vielen Vorteile der FTE Berechnung

Das Arbeiten in Teilzeit ist ein immer beliebter werdendes Arbeitszeitmodell. Für die Personalabteilungen von Unternehmen ist das Vollzeitäquivalent daher besonders wichtig. Mit dem Wert können Unternehmen wichtige Personalentscheidungen fundierter treffen. Dazu gehören beispielsweise Verbesserungen im Arbeitszeitmanagement sowie im Workforce Management und Performance Management. Darüber hinaus bringt die systematische FTE-Berechnung Unternehmen eine Reihe an weiteren Vorteilen:

  • Aussage zur tatsächlich zur Verfügung stehenden Arbeitsleistung der Belegschaft
  • besseres Einschätzen von Änderungen und Trends auf dem Arbeitsmarkt
  • besseres Planen von Projekten, zum Beispiel einfacheres Zuweisen von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen zu Projekten
  • Überblick darüber, welche Arbeitsgesetze Anwendung finden
  • besser vergleichbare Personalkapazität zwischen Abteilungen, aber auch Unternehmen (bessere Grundlage als Mitarbeiterzahl)
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FTE/Vollzeitäquivalent auf einen Blick


Für was steht FTE?

Das Vollzeitäquivalent oder FTE (Full Time Equivalent) rechnet die von Mitarbeitern mit verschiedenen Arbeitszeitmodellen geleisteten Arbeitsstunden in fiktive, von Vollzeitkräften geleisteten Arbeitsstunden um. Gerade wenn ein Arbeitgeber viele in Teilzeit arbeitenden Mitarbeiter beschäftigt, ist die Umrechnung von Arbeitsstunden in FTEs sinnvoll. Mit dem Full Time Equivalent fällt beispielsweise die Ermittlung des Personalbedarfs leichter, was vor allem bei Umstrukturierungen oder geplantem Kapazitätsauf- oder abbau wichtig ist.

Wie viel ist ein FTE?

FTEs entsprechen der Anzahl fiktiver Vollzeitstellen für die Arbeitskapazität der real existierenden Stellen mit unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen wie beispielsweise Teilzeit. Als Standard für die Umrechnung von FTE in Arbeitsstunden, nutzt man die durchschnittliche Arbeitszeit pro Werktag.

Ein FTE ist die Arbeitszeit eines Vollzeitmitarbeiters. Dementsprechend ist das FTE für einen in Teilzeit arbeitenden Mitarbeiter mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche 0,5.

Wie viele Tage sind 1 FTE?

Eine Vollzeitstelle hat ein VZÄ von 1,0. Fünf Vollzeitstellen entsprechen damit einem FTE von 5,0. 20 Stunden pro Woche entsprechen einem VZÄ von 0,5, 10 Stunden kommen auf 0,25. Zwei 10-Stunden-Stellen entsprechen demnach einem VZÄ-Wert von 0,5.

Was sind 0.5 FTE?

0,5 FTE entsprechen einer Teilzeitstelle (20 Stunden). Zwei Teilzeitstellen kommen dementsprechend auf einen Wert von 1,0. Das heißt: Man rechnet die Teilzeitstellen in die Leistung einer Vollzeitstelle um.

Beim Full Time Equivalent handelt es sich also um das Äquivalent einer Vollzeitkraft. Schließlich lässt die Anzahl der Beschäftigten noch keine Aussage zur eigentlichen Arbeitsleistung aus. Eine solche kann erst mit dem Full Time Equivalent getroffen werden.



Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.