Unternehmenskultur Definition

Als Unternehmenskultur werden die Werte und Einstellungen bezeichnet, die sowohl den Umgang innerhalb des Unternehmens als auch den mit Kunden und Auftraggebern prägen. Eine gute Unternehmenskultur sorgt dafür, dass Mitarbeiter leistungsbereit sind, sich gegenseitig stützen und eine geringe Fluktuation herrscht. Dies trägt zu einem positiven Ergebnis bei und macht das Unternehmen für neue Mitarbeiter attraktiv. Deshalb ist die Unternehmenskultur auch ein wichtiger Teil des Employer Branding. In Unternehmen mit schlechtem Betriebsklima sind der Krankenstand und die Fluktuation höher und die geringere Motivation kann sich auch auf die Arbeitsqualität auswirken.

Unter die Definition Unternehmenskultur fallen beispielsweise folgende Bereiche:

  • Entscheidungsfindung: Wie werden Entscheidungen getroffen?
  • Kommunikation: Wie wird die interne Kommunikation gestaltet?
  • Arbeitskultur: Wie gehen Mitarbeiter miteinander um?
  • Außenwirkung: Wie erlebt der Kunde das Unternehmen?
  • Fehlerkultur: Wie wird mit Fehler umgegangen und wie werden Probleme gelöst?
  • Innovationsfähigkeit: Wie offen ist das Unternehmen für neue Ideen?

Ebenen der Unternehmenskultur

Wie entsteht eine Unternehmenskultur? Dazu gibt es mehrere Theorien. Viele gehen auf das Modell des US-amerikanischen Organisationspsychologen Edgar Schein zurück – danach existieren drei Ebenen der Unternehmenskultur:

Grundannahmen: Dabei handelt es sich um die Vorstellungen, die die Mitarbeiter unbewusst/ unterbewusst haben. Sie sind geprägt von Kultur und Weltanschauung.

Werte und Normen: Diese leiten sich zum einen von den Grundannahmen ab, werden aber auch durch das Selbstverständnis und die Leitlinien des Unternehmens geprägt.

Artefakte: Beispiele dafür wären die sichtbaren Symbole des Unternehmens wie das Gebäude, das Logo und der Dienstwagen, aber auch der Dresscode, Rituale wie gemeinsame Kantinengänge oder die Anredepraxis (Du/Sie).

Jedes Unternehmen hat seinen eigenen „Geist“, der von vielen Faktoren bestimmt ist. In einem Startup geht es anders zu als in einem traditionellen mittelständischen Familienbetrieb, beide wiederum unterscheiden sich von einem global aufgestellten Großkonzern. Ebenso gibt es Unterschiede nach Branchen und lokalen Traditionen.

Unternehmenskultur in der Praxis

Ziel jeder Geschäftsführung ist ein produktives Betriebsklima. Fühlen sich Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz nicht wohl, kann dies zu weniger Leistung und häufigeren Krankschreibungen führen. Ein deutliches Zeichen für ein negatives Betriebsklima sind schlechte Bewertungen auf der Plattform kununu, interne Intrigen und der Wechsel wichtige Mitarbeiter in ein anderes Unternehmen. So geht Kompetenz verloren, eine Neubesetzung kostet Zeit und Geld. Ein schlechter Ruf spricht sich auch schnell herum: Vielversprechende Bewerber unterschreiben lieber bei der Konkurrenz.

Gibt es Anzeichen für ein schlechtes Betriebsklima, ist es Aufgabe der Führungsebene, gemeinsam mit HR und eventuell mit dem Betriebsrat nach Ursachen und Lösungen zu suchen. Da der Führungsstil großen Einfluss auf ein Unternehmen hat, sollte die Analyse dort beginnen. Ein Mittel zur Ursachenforschung kann auch eine anonyme Umfrage sein.

Weitere Instrumente zur Verbesserung der Unternehmenskultur:

  1. Ein Leitbild erarbeiten, kommunizieren und implementieren
  2. Schulung der Teamleiter zur wertschätzenden Mitarbeiterführung
  3. Die Unternehmenskommunikation insgesamt transparenter gestalten
  4. Mehr Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten
  5. Zeit für Teamentwicklung ermöglichen

Motivierte, kompetente Mitarbeiter prägen auch das Bild eines Unternehmens nach außen. Ein gutes Betriebsklima kann so zu einem wichtigen Faktor im Wettbewerb werden und über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheiden.

Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.