Fachkräftemangel in der Gastronomie: Das muss nicht sein

Die Gastronomie gehört zu den Branchen, die besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist. Doch es gibt Auswege aus der Krise: Neben einer besseren Bezahlung können vor allem flexiblere Arbeitszeiten und alternative Modelle der Beschäftigung neue Impulse geben.

© Maren Winter / Adobe Stock

Fachkräftemangel in der Gastronomie: Das muss nicht sein

Die Gastronomie gehört zu den Branchen, die besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist. Doch es gibt Auswege aus der Krise: Neben einer besseren Bezahlung können vor allem flexiblere Arbeitszeiten und alternative Modelle der Beschäftigung neue Impulse geben.

Arbeit kann erfüllend sein, wenn sie bestimmte Eigenschaften mit sich bringt: Neben einem gewissen Entscheidungsspielraum sowohl für die Tätigkeiten an sich als auch für die Arbeitszeiten sollten auch Entwicklungsperspektiven vorhanden sein. Und nicht zuletzt muss es eine angemessene Bezahlung geben, die es dem Mitarbeiter ermöglicht, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und ein wunschgemäßes Leben zu führen.

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Doch leider sind diese Voraussetzungen in vielen Jobs nicht gegeben. Davon ist auch die Gastronomiebranche betroffen. Das führt dazu, dass auch hier der Fachkräftemangel immer deutlicher zu spüren ist, so dass vakante Stellen vielfach nicht mehr besetzt werden können.

Das liegt vor allem am demografischen Wandel. Aufgrund des steigenden Altersdurchschnitts in der Bevölkerung sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter. Kurz gesagt: Auf eine bestehende oder sogar wachsende Zahl offener Stellen kommen immer weniger Bewerber. Dadurch hat sich der Arbeitsmarkt von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitgebermarkt gewandelt, der es den Menschen leichter macht, sich den für sie am besten passenden Job auszuwählen. Davon sind insbesondere Branchen wie die pflege und die Gastronomie betroffen.

Alternative Arbeitsmodelle versprechen Abhilfe aus dem Fachkräftemangel

Einen Ausweg bieten neue Ansätze, die sowohl die Bezahlung, die Inhalte der Arbeit als auch die Arbeitszeitmodelle betreffen. Ein Weg, der inzwischen in verschiedenen Branchen schon mit Erfolg erprobt wurde, ist die Vier-Tage-Woche. So zeigte zum Beispiel eine breit angelegte Studie in Island mit 2.500 Beschäftigten, dass der Output trotz geringerer Arbeitszeiten nicht sank. Die Mitarbeiter profitierten dabei von mehr Freizeit bei gleicher Bezahlung. Alternative Arbeitsmodelle können auch eine vorübergehend längere Arbeitszeit mit anschließendem Zusatzurlaub vorsehen, damit sich die betreffenden Mitarbeiter erholen können.

Welches Arbeitsmodell für welchen Betrieb das beste ist, hängt von verschiedenen Umständen ab wie zum Beispiel von der Zahl der Mitarbeiter oder der Zielgruppe und dem Angebot. Es muss also zunächst erprobt werden, welche Veränderungen sinnvoll und zielführend sind.

Die Wertschätzung für bestimmte Berufsbilder muss steigen

Auch die Wertschätzung für Dienstleistungen in der Gastronomie muss sich verändern. Der Service am Kunden muss wieder den Stellenwert erhalten, den er verdient. Die Arbeit als Kellner, in der Küche oder an der Bar ist oftmals anstrengend und herausfordernd. Das muss sich auch in der Bezahlung widerspiegeln. Dazu ist es nötig, dass diejenigen, die ein Restaurant oder ein Café besuchen, auch einen angemessenen Preis dafür bezahlen. Dazu müssen die Preise für Speisen und Getränke entsprechend angepasst werden. Natürlich ist damit das Risiko verbunden, dass die Nachfrage aufgrund gestiegener Preise sinkt. Das wiederum lässt sich zumindest teilweise durch verbesserten Service ausgleichen, der den Restaurant- oder Cafébesuch zu einem hochwertigen Erlebnis macht.

Fazit: Veränderungen sind notwendig

Eines ist dabei klar: Auch für Betriebe in der Gastronomie gilt, dass sie die Zeichen der Zeit erkennen und entsprechend reagieren müssen. Wer dazu nicht in der Lage ist, wird früher oder später von der Bildfläche verschwinden. Es geht darum, Veränderungen als Chance zu sehen und diese zu nutzen.



Verfasst von Christian Kunz

Christian verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Projektmanagement, Produktmanagement sowie agiler Projektentwicklung, die er in verschiedenen Unternehmen erworben hat.