Job Crafting

Das Konzept Job Crafting hat das Ziel, mehr Freude durch die Arbeit zu erfahren. Man bastelt sich seinen perfekten Job, indem die Tätigkeiten den eigenen Bedürfnissen und dem Leben angepasst werden.
Job Crafting im Arbeitsalltag realisieren

Die Suche nach dem perfekten Job ist oft vergeblich. Nicht jeder hat den Anspruch dazu im Berufsleben seine Erfüllung zu finden. Ändert man den Blickwinkel auf die Zufriedenheit im Job, so fällt auf, dass es viel leichter ist, die eigene Arbeit aus Eigeninitiative zu verändern, anstatt von Anfang an den Traumjob zu bekommen. Wie das für jeden möglich ist, lehrt das Konzept Job Crafting. Erfahren Sie mehr zu Defintion, Zielen und Strategien zur Umsetzung im Artikel.

Definition: Was ist Job Crafting?

Crafting ist englisch und bedeutet übersetzt “Basteln”. Man bastelt sich also seinen perfekten Job Stück für Stück, indem man die eigenen Tätigkeiten seinen Bedürfnissen und seinem eigenem Leben anpasst. Wenn man zusätzlich sein Arbeitsumfeld mit einbezieht, motiviert man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Kollegen (as active crafters of their work).

Das Ziel hinter Job Crafting ist also der Definition nach wieder mehr Freude an der Arbeit zu haben. Durch die eigene Umgestaltung des Arbeitsplatzes bringt man seine persönlichen Präferenzen in seine Arbeit mit ein und sorgt dadurch für mehr Stimmigkeit der eigenen Persönlichkeit in Bezug auf die Organisation.

Der psychologische Hintergrund des Begriffs

Der Begriff des Job Crafting kommt aus der Organisations-, Wirtschafts- und Arbeitspsychologie. Das Konzept beschäftigt sich mit dem Thema, wie eine bessere Passung zwischen dem Einzelnen, der Arbeit und der Organisation im Gesamten geschaffen wird.

Job Crafting ist also das aktive und individuelle Gestalten der eigenen beruflichen Arbeit. Mitarbeiter bemühen sich aus einer inneren Motivation heraus, die Arbeit selbstständig umzugestalten und zu verbessern. Kleinere Anpassungen sind in dem Konzept der beiden Psychologinnen Amy Wrzesniewski und Jane E. Dutton für Jeden möglich, wodurch ein viel größeres Bewusstsein für die eigenen Stärken und die individuellen Bedürfnisse entsteht.

Welche Ziele verfolgt Job Crafting?

Jeder Einzelne kann durch Job Crafting bei der Arbeit mehr Zufriedenheit und Erfüllung empfinden. Aber damit sind die Ziele dieses Prozesses nicht alle gesagt. Durch die persönliche Gestaltung des Arbeitsalltages wird das Übernehmen von Eigenverantwortung den Antrieb und die Motivation steigern. Im weiten Sinne wird dadurch auch das Unternehmen an sich agiler und wettbewerbsfähiger, da jede Organisation von zufriedeneren Mitarbeitern profitiert.

Job Crafting und Arbeitswelt

Berufstätigen bietet der Job zwar oftmals viele Möglichkeiten und dennoch stellen sich viele die Frage nach dem Sinn. In der Arbeitswelt ist mittlerweile gut genug bekannt, dass das Gehalt allein kein ausreichender Motivator für das Gefühl von Erfüllung im Beruf ist. Das Konzept des Job Crafting hingegen schon. Mit der Herangehensweise, dass der Einzelne sich seinen Job so gestaltet, wie er es sich persönlich wünscht, hat dies einen hohen Einfluss auf die Zufriedenheit. Dies hat wiederum direkten Einfluss auf die Mitarbeitermotivation. Für ein gutes Gelingen ist es der Organisation anzuraten, weg von einer hierarchischen Struktur zu kommen und die individuelle Arbeitsidentität aller zu fördern.

Wie funktioniert Job Crafting im Arbeitsalltag?

Möchte man Job Crafting anwenden, so beginnt man damit die eigenen täglichen Aufgaben analysiert werden. Berufstätige haben es oft schwer mit dem Zeitmanagement und hierbei kommen die persönlichen Stärken ins Spiel. Im Kollegium lassen sich Aufgaben genauso neu strukturieren und verteilen, wie auch die innere Einstellung sich verändern lässt. Auch wenn die Umgestaltung für manche Menschen schwerer zu gestalten ist, so bleiben immer Möglichkeiten wie die der persönlichen Inspiration. Vor allem Berufstätige, die aufgrund ihres Arbeitgebers wenig Freiraum zum Gestalten haben, können mit Jobcrafting einiges verändern. Allein schon die persönliche Arbeitsplatzgestaltung oder eine gute Work-Life-Balance kann eine positive Veränderung bewirken.

In dem man die persönlichen Vorlieben anspricht, können diese bei möglichen Projekten und neuen Aufgaben besser verteilt und bearbeitet werden. Beim Jobcrafting wird die Arbeit also proaktiv neu gestaltet und umstrukturiert, egal ob für sich persönlich oder durch Mitarbeitende.

Warum sollten Arbeitgeber ihre Mitarbeiter zu Job Crafting ermutigen?

Durch die Förderung von Job Crafting erreicht ein Unternehmen neuen Aufschwung (Stichwort: Job Enrichment), vor allem, weil es ansteckend sein und sogar einem möglichen Burnout vorbeugen kann. Um die Vorzüge des Job Crafting zu nutzen, braucht es zur gelungenen Umgestaltung nur eine geringe Anzahl an variierenden Aktivitäten bei der Arbeit.

Achten Mitarbeitende einer Organisation mehr darauf, was ihnen Spaß macht, was sie inspiriert, so sind sie auch produktiver und besser gelaunt bei der Arbeit. Das wiederum fördert den Gewinn eines Unternehmens, denn in einem Arbeitsumfeld, in denen mehr Menschen zufrieden sind, wird auch mit einem stärkeren Zusammenhalt gemeinsam mehr erreicht.

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4 Job Crafting Strategien im Überblick

Beim Jobcrafting hat man verschiedene Möglichkeiten, diese im eigenen Beruf anzuwenden. In Studien wurde die Wirksamkeit der folgenden vier Strategien nachhaltig bewiesen:

Strategie 1: Erweiterung der eigenen Fähigkeiten

Hiermit ist gemeint, dass man sich selbst bewusst die Freiräume schafft, die einem die Arbeit erleichtert. Auf der anderen Seite kann man auch seine eigenen Fähigkeiten erweitern, indem man sich selbstständig neue Fachbereiche und -kenntnisse aneignet.

Strategie 2: Verbesserung der sozialen Beziehungen

Bei der zweiten Strategie geht es darum, sich aktiv bei den Kollegen Feedback einzuholen, beispielsweise per E-Mail oder auch ganz speziell sich Verhaltensweisen bei einem anderen Mitarbeiter abzuschauen und für sich selbst anzuwenden. Im Bezug auf passende Tools zur Kommunikation gibt es heutzutage auch zahlreiche Alternativen zur E-Mail.

Strategie 3: Suchen nach neuen Aufgabenfeldern

Ein Beispiel hierfür ist die Verantwortung für ein Projekt oder einen Arbeitsbereich zu übernehmen, für welches man normalerweise nicht die entsprechende Zuständigkeit hat. So erweitert man seine Qualifikationen und Kompetenzen. Gibt es solche Möglichkeiten nicht direkt, so beschreibt diese Strategie auch, dass man sich solche Verantwortungen oder Aufgaben eigenständig suchen kann, anstatt darauf zu warten, dass diese zugeteilt werden.

Strategie 4: Hindernisse bei der Arbeit beseitigen

Der Sinn hinter dieser Strategie ist die Entfernung von belastenden Tätigkeiten im Arbeitsalltag. Egal ob sie kognitiv, emotional oder auf soziale Weise blockieren, sollen diese so weit wie möglich reduziert werden. Dazu gehört auch das klare Setzen von Grenzen gegenüber anderen Kollegen und Kolleginnen.

Klar abzugrenzen sind hier die Richtungen, in die sich die ersten drei Strategien bewegen, abzugrenzen von der vierten Strategie. Bei den ersten drei Strategien geht es mehr um Erweiterungen der eigenen Arbeit oder das Aufsuchen von neuen Möglichkeiten. Die dritte Option besteht mehr aus einer Vermeidungstaktik, durch die auch das oben erwähnte Burnout-Risiko nicht gesenkt wird.

Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.



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