Frauenförderung

Frauenförderung Definition

Der Begriff Frauenförderung entstand mit der Neuen Frauenbewegung und ist daher noch relativ jung. Ziel ist es, Beschränkungen im Frauenleben zu überwinden durch die Beseitigung rechtlicher Einschränkungen im Grundgesetz, die Gleichstellung von Frauen in typischen Männerberufen oder einen besseren Wiedereinstieg in den Beruf nach der Geburt eines Kindes ermöglichen.

Entwicklung der Frauenförderung:
Die Neue Frauenbewegung entstand in den 1960ern. Aus diesen selbstorganisierten Frauengruppen entwickelten sich die ersten autonomen Frauenbildungswerke, welche ab den 1980ern in anerkannte Träger der Erwachsenenbildung umgewandelt wurden. Mittlerweile ist die Gleichberechtigung der Frauen im Frauenförderungsgesetz gewährleistet.

Daher liegt der Schwerpunkt der Frauenförderung vielmehr auf berufliche Förderung und Bildung. Dazu wurden Anfang der 1990er Jahre von Bundesländern und der Europäischen Union Förderprogramme finanziert, was bis heute Bestand hat. Zudem bemüht sich die Politik um die Gleichstellung am Arbeitsmarkt.

Kritik an der Frauenförderung:

  1. Lohndiskriminierung der Frauen
  2. Aus- und Weiterbildungen führten nicht zu einer wesentlichen Veränderung in der Verteilung der Einkommen und Führungspositionen.
  3. Bisherige Maßnahmen führten nicht zum gewünschten Erfolg.

Frauenförderung in der Praxis

Sowohl in Deutschland, als auch in der Schweiz und in Österreich verschenken Unternehmen viel wertvolles Potenzial, wenn weiterhin die Führungspositionen eine Männerdomäne bleiben. Dabei ist es eine Tatsache, dass durch den demografischen Wandel, der Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt steigt, ob in der Privatwirtschaft, im öffentlichen Dienst, in der Wissenschaft oder in Unternehmen.

Dabei bringt gerade hier die Frauenförderung, z.B. durch Mentoring in der Entwicklungsstrategie, im Personalmanagement oder in der Existenzgründung, viele Vorteile mit sich.
Aber auch mit dem richtigen Diversity Management bieten sich viele Möglichkeiten:

  • Gemischte Teams: Eine richtige Mischung in der Besetzungspolitik steigert die Wirtschaftlichkeit.
  • Eine gleichzeitige Förderung männlicher Führungskräfte vermeidet eine Diskriminierung am Arbeitsplatz.
  • Externe Angebote: Solche Angebote können Mentoring-Projekte, Trainings oder Coachings sein. Dies fördert die Offenheit in Gesprächen, sorgt für eine konstruktive Distanz und erweitert den Horizont des Unternehmens.

Was jedoch in Unternehmen fehlt, ist der Mut, Diversity Management auszuprobieren. Gute Beispiele für dieses Personalmanagement sind Volkswagen, Audi, Daimler oder Allianz. Diese Firmen haben eine Verpflichtungserklärung unterschrieben, Frauen zu fördern und profitieren am Ende durch eine bessere Wirtschaftlichkeit.