Generation Z: Wie Unternehmen und junge Mitarbeiter zusammenfinden

Junge Menschen aus der Generation Z (kurz: Gen Z) stellen andere Anforderungen an ihren Job und ihren Arbeitgeber. Unternehmen sollten sich dessen bewusst sein und entsprechend handeln.
  • Autor: Christian Kunz
  • Letzte Aktualisierung: September 7, 2022
  • 3 Minuten
Generation Z

© gpointstudio / Adobe Stock

Generation Z: Wie Unternehmen und junge Mitarbeiter zusammenfinden

Junge Menschen aus der Generation Z (kurz: Gen Z) stellen andere Anforderungen an ihren Job und ihren Arbeitgeber. Unternehmen sollten sich dessen bewusst sein und entsprechend handeln.

Die sogenannte Generation Z beschreibt junge Menschen, die zwischen den Jahren 1990 und 2012 zur Welt gekommen sind. Ähnlich wie ihren Vorgängern, der Generation Y (Millenials) und der Generation X, werden auch den Angehörigen der Gen Z bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. Diese zu kennen, kann Unternehmen dabei helfen, junge Mitarbeiter zu finden und zu motivieren.

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Viele Unternehmen in Europa sehen sich heute zwei Herausforderungen gegenüber: Erstens erfordert die zunehmende Digitalisierung immer neue Qualifikationen der Mitarbeiter. Und zweitens sorgt die Alterung der Bevölkerung dafür, dass es zu einem zunehmenden Fachkräftemangel kommt.

In diesem Zusammenhang kommt der jungen, heranwachsenden Generation Z eine wichtige Bedeutung zu, denn ihre Mitglieder sind mit digitalen Medien aufgewachsen und beherrschen diese daher meist sicher.

Anzumerken ist an dieser Stelle, dass die hier genannten Eigenschaften der Gen Z nicht zu verallgemeinern sind. Natürlich handelt es sich auch bei ihren Mitgliedern um Individuen, so dass auch die Gen Z eine heterogene Gruppe bildet. Dennoch gibt es Merkmale, die bei der Gen Z häufiger anzutreffen sind als bei ihren Vorgänger-Generationen. Daher werden sie hier erwähnt und als Grundlage verwendet.

Wer gehört zur Generation Z?

Wer genau zur Gen Z gehört, ist umstritten. Je nach Definition werden die Jahrgänge ab 1990 bis zu 2012 dazugezählt. Doch wichtiger als das Geburtsjahr sind die Lebensumstände, mit denen sich die Gen Z konfrontiert sah und sieht.

Hier ist zunächst das hohe Maß an Digitalisierung zu nennen. Smartphones, Internet und soziale Medien waren und sind für die Mitglieder der Gen Z allgegenwärtig. Das erklärt deren große Affinität zur digitalen Welt.

Das Heranwachsen der Gen Z war zudem geprägt durch einen zumindest in den meisten Ländern Europas herrschenden Wohlstand. Dieser resultierte nicht nur aus der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch daraus, dass sich durch den Trend zu weniger Nachkommen immer mehr Vermögen auf weniger Menschen konzentriert.

Hinzu kommt jedoch eine große Unsicherheit, die durch Krisen wie den Klimawandel und geopolitische Konflikte geprägt ist. Vor alle die Corona-Pandemie war für viele Angehörige der Gen Z ein einschneidendes Erlebnis, das sie in Ausbildung und Freizeit geprägt hat.

Generation Z ist werteorientiert

Das alles resultiert in einem hohen Engagement der Gen Z in politischen, ökonomischen und sozialen Fragen. Der Einsatz gegen den Klimawandel, für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Kriege ist für viele junge Menschen der Generation Z selbstverständlich.

Diese Einstellungen und Werte zeigen sich auch mit Blick auf die Arbeit: Für die Gen Z ist der Job nicht mehr das Wichtigste im Leben. Es kommt vielmehr darauf an, Arbeit und Freizeit zu trennen, anstatt sie zu verbinden. Das sogenannte Work-Life-Blending, das vor einigen Jahren noch sehr gefragt war, wirkt heute eher abschreckend. Aus diesem Grund bieten zum Beispiel Begriffe wie Home Office oder flexible Arbeitszeiten für viele Angehörige der Generation Z keinen Anreiz mehr, sich für einen bestimmten Job zu entscheiden.

Mitglieder der Gen Z sind außerdem wesentlich wechselfreudiger, wenn es um den Arbeitsplatz geht. Langjährige Arbeitsverhältnisse mit demselben Unternehmen gibt es bei ihnen seltener als noch bei früheren Generationen.

Generation Z: Was ist beim Recruiting und der Mitarbeiterbindung zu beachten?

Der zunehmende Fachkräftemangel sorgt dafür, dass nicht mehr die Mitarbeiter sich für die Unternehmen bewerben müssen, sondern dass sich die Unternehmen in einem sich intensivierenden Wettbewerb um potentielle Mitarbeiter messen. Es hat ein Wandel von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmermarkt stattgefunden.

Unternehmen, die für die Gen Z attraktiv sein möchten, sollten deren Werte und Einstellung kennen und sie berücksichtigen. Im Vorteil sind solche Unternehmen, deren Tätigkeiten einen sozialen, ökologischen oder auf andere Weise sinnstiftenden Gegenstand haben.

Den Unternehmen sollte außerdem bewusst sein, dass sie alleine mit hohen Gehältern oder der Möglichkeit zum Arbeiten im Home Office Mitglieder der Gen Z nur selten locken können.

Worauf es vor allem ankommt, sind Angebote wie

  • Die Berücksichtigung ethischer Aspekte im Job
  • Abwechslung und die Möglichkeit, innerhalb des Unternehmens den Job zu wechseln
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Freiräume zum selbstständigen Arbeiten
  • Schnelles und transparentes Recruiting mit einer positiven User Experience
  • Keine ausgeprägten Hierarchien
  • Klare Abgrenzung zwischen Job und Freizeit.

All das hilft Unternehmen nicht nur dabei, neue Mitarbeiter zu gewinnen, sondern es trägt auch dazu bei, bestehende Mitarbeiter zu halten. Das ist insbesondere bei vielen wechselwilligen Angehörigen der Generation Z eine große Herausforderung.



Verfasst von Christian Kunz

Christian verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Projektmanagement, Produktmanagement sowie agiler Projektentwicklung, die er in verschiedenen Unternehmen erworben hat.