Generation Y

Wer verbirgt sich hinter Generation Y und was ist ihr im Arbeitsleben wichtig? Wie unterscheidet sich diese Generation von Generation X und Z? Informieren Sie sich zu Merkmalen und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung.

Die Generation Y tritt in den Arbeitsmarkt mit neuen Prioritäten, Sichtweisen und Anforderungen ein. Eine geänderte Einstellung dieser Bevölkerungskohorte zum Leben und Arbeiten stellt Arbeitgeber vor neue Herausforderungen und kann die Arbeitswelt völlig revolutionieren. Der folgende Artikel bietet eine Einführung in das Thema und nennt wichtige Aspekte, die bei der Rekrutierung und Bindung dieser Generation an das Unternehmen zu beachten sind.

Definition: Was ist Generation Y?

Die Generation Y, kurz Gen Y, beschreibt diejenigen Menschen, die im Zeitraum von 1980 bis 1994 auf die Welt kamen. Sie erlebten die Jahrtausendwende als Kinder oder Jugendliche. Der Name dieser Generation ist auf ihre Grundeinstellung zum Leben zurückzuführen: Der Buchstabe Y wird im Englischen als „why“ ausgesprochen, was sich mit „warum” übersetzen lässt. Die häufigen Fragen nach dem Warum sind sehr typisch für die Generation Y.

Gut zu wissen: Bezeichnungen der Generation Y
Es gibt mehrere Bezeichnungen für diese Generation. Ihre Angehörigen werden auch Millennials und Ypsiloner genannt. In der Arbeitswelt wird die Generation Y oft als Generation Me bezeichnet. Weil ihre Vertreter zum großen Teil akademisch gebildet sind, gehören sie auf dem Arbeitsmarkt zu den sogenannten High Potentials (Potenzialträgern).

Was kommt nach Generation Y?

Auf die Generation Y folgt die Generation Z. Sie umfasst alle Jahrgänge von 1995 bis 2010. Beide Generationen haben Folgendes gemeinsam: Sie sind Digital Natives (digitale Eingeborene), deren Leben seit Kindheit oder Jugendzeit durch digitale Technologien und Innovationen geprägt wird. Es verwundert daher nicht, dass die Generationen Y und Z mit digitalen Geräten und Medien sehr gut vertraut sind.

Gut zu wissen: Wie heißt die jüngste Generation?
Die jüngste Generation Alpha bezieht sich auf die Jahrgänge seit 2011. Der Vorschlag für den Namen dieser Generation stammt vom Soziologen Mark McCrindle.

Die wichtigsten Merkmale der Gen Y

Wie bereits angedeutet, ist das Hinterfragen bisheriger Gewohnheiten und Ordnungsmuster sehr charakteristisch für die Generation Y. Geprägt durch den Internetboom, die digitale Transformation und die wirtschaftliche Globalisierung, zeichnen sich die Millennials durch folgende Eigenschaften aus:

  • Hohes Bildungsniveau, oft akademischer Abschluss
  • Verschmelzung von Beruf und Privatleben
  • Offenheit gegenüber Neuem
  • Bedürfnis nach Work-Life-Balance und Flexibilität
  • Bereitschaft zu hohem Engagement, solange die Arbeit Freude bereitet
  • Keine Angst vor beruflicher Neuorientierung und Jobwechsel
  • Nutzung von Smartphone als bevorzugtes Kommunikationsmittel
  • Streben nach Erfüllung am Arbeitsplatz
  • Kreatives Denken abseits von bestehenden Zwängen
  • Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit zum Wohl der Gesellschaft und Umwelt
  • Loslassen von gewohnten Regeln und Strukturen
  • Wunsch nach leistungsgerechtem Gehalt und beruflicher Herausforderung
  • Verfolgung von Zielen und Leidenschaft als Schlüssel zum Glück
  • kollektives Bewusstsein und starker Teamgeist
  • Wunsch nach Eigenverantwortung und Mitbestimmungsrecht

Wie alt ist Generation Y?

Die Altersspanne von Generation Y
Im Jahr 2022 sind die Angehörigen der Generation Y zwischen 28 und 42 Jahre alt.

Die jüngeren von denen steigen derzeit in den Arbeitsmarkt ein oder schließen ihre Nachdiplomstudien ab. Sie zeigen sich optimistisch hinsichtlich ihrer Chancen, einen Traumjob zu finden.

Die älteren von denen befinden sich inmitten im Berufsleben und freuen sich über neue Herausforderungen, dank denen sie beruflich weiterkommen können. Sie revolutionieren die Art und Weise, wie in ihren Teams gearbeitet und gemagened wird.

Die Millennials sind erfolgreich und heute sehr gefragt bei Unternehmen, die nach jungen und hochmotivierten Talenten suchen. Gleichzeitig stellen sie hohe Anforderungen an den Arbeitsplatz. Das hat Konsequenzen für Arbeitgeber, die einige sorgfältige Vorbereitungen treffen müssen.

Generation Y im Arbeitsleben

Die Millennials sind anspruchsvoll, wenn es um ihre Rolle im Unternehmen geht. Nur diejenigen Unternehmen, die über zeitgemäße Organisationsstrukturen und Hierarchien verfügen, können die Vertreter der Generation Y gewinnen und langfristig an sich binden.

Was motiviert die Generation Y im Beruf?

Es lassen sich drei wichtige Motivatoren unterscheiden:

Erstens kennen die Millennials ihren Wert als Arbeitnehmer und sind davon überzeugt, dass sie einen positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten können. Dementsprechend hoch sind auch ihre Anforderungen an das Gehalt und motivierende Benefits. Während das Gehalt leistungsgerecht sein soll, müssen Zusatzleistungen zum Lebensstil des betreffenden Mitarbeiters passen.

Zweitens sucht die Generation Y ständig nach neuen Herausforderungen am Arbeitsplatz. Auf diese Weise will sie einerseits der Eintönigkeit des Arbeitsalltags entgehen und andererseits einen wahren Sinn in ihrem Job finden. Der horizontale Wechsel oder eine spannende und abwechslungsreiche Projektarbeit bietet eine hervorragende Möglichkeit, Ypsiloner zu beigeistern und nachhaltig zu motivieren.

Drittens wünschen sich die Millennials eine Arbeit, die Spaß macht und lebenserfüllend ist. Weil sie ihr Berufs- und Privatleben gern verschmelzen, ist es ihnen enorm wichtig, dass sie während der Arbeit ihre Leidenschaft verfolgen können und ein Cultural Fit besteht. Sie arbeiten, um zu leben und ihre persönlichen Träume zu verwirklichen. Der finanzielle Aspekt von Arbeit genügt nicht, um die Generation Y zu überzeugen und zu halten.

Was macht die Millennials unglücklich?

Die Angehörigen der Generation Y leiden stark darunter, wenn sie an das Unternehmensleben nicht eingebunden werden und nur als „Befehlsbefolger” oder „Aufgabenausführer” angesehen sind. Ist dies der Fall, fühlen sie sich schnell unwichtig und suchen nach einer neuen Herausforderung, die Sinn stiftet und Orientierung vermittelt.

Starre Hierarchien, in denen Mitarbeiter kein Mitbestimmungsrecht haben und passiv an den Prozessen entlang der Wertschöpfungskette teilnehmen, wirken bei den Millennials demotivierend. Die agile Führung und die Möglichkeit, eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen, ist erforderlich, um am Arbeitsplatz zu bleiben.

Konsequenterweise kommt den Führungskräften aus der Generation X eine wichtige Rolle zu. Sie müssen ein positives Verhältnis zu den Millennials aufbauen und langfristig pflegen. Bekommen die Vertreter der Generation Y den Eindruck, dass sie bei ihren Vorgesetzten nicht ernst genommen werden, verlieren Sie schnell ihre Motivation und wandern ab.

Warum verändert Generation Y die Arbeitswelt?

Die Ypsiloner brechen die bisherigen Regeln und zeigen neue Wege der Zusammenarbeit auf Team- und Unternehmensebene. Weil sie sich als gleichberechtigte Partner ansehen, akzeptieren sie keine starren Hierarchien mehr, in denen sie nichts zu sagen haben. Sie verlangen von ihren Führungskräften keine Befehle, sondern eine konstruktive Unterstützung und regelmäßige Feedbackgespräche, dank denen sie gemeinsam dem Ziel näher kommen.

<strong>Generationen im Wandel: Millennials verstehen und danach handeln</strong>
Arbeitgeber und HR Experten müssen erst herausfinden, wie die Generation Y tickt und was für diese am Arbeitsplatz wichtig ist. Da die Millennials noch lange im Arbeitsmarkt aktiv präsent sein werden, nimmt der richtige Umgang mit dieser Mitarbeitergruppe einen hohen Stellenwert ein.

Wie gewinnen Arbeitgeber Millennials für ihr Unternehmen?

Die Millennials sind „schwierige” Arbeitnehmer, die sich von Unternehmen und offenen Positionen nicht schnell beeindrucken lassen. Deswegen spielt ein gut durchdachtes und bedürfnisgerechtes Employer Branding eine entscheidende Rolle bei der Gewinnung dieser Generation. Es folgen vier praktische Tipps, die im Rekrutierungsprozess unbedingt zu berücksichtigen sind:

  • Zielsetzung: Die Angehörigen der Gen Y legen hohen Wert auf ein positives Erscheinungsbild des potenziellen Arbeitgebers. Sie wollen wissen, wie sich das in Frage kommende Unternehmen in der Gesellschaft engagiert und ob ihre eigenen Werte mit denen des Arbeitgebers im Einklang stehen. Auf diese Weise können sie sicher sein, dass sie mit ihrer Arbeit etwas Wichtiges bewegen können und ihr Beitrag zum Unternehmenserfolg einen Sinn macht.
  • Flexibilität: Die Millennials arbeiten nicht gern in einem stationären Büro, in dem feste Arbeitszeiten vorgegeben sind. Vielmehr bevorzugen sie einen gewissen Freiraum in Bezug auf die Gestaltung ihrer Arbeitszeit und den Ort ihrer Arbeitsleistung. Dies liegt vor allem daran, dass sie erstens als Digital Natives täglich Smartphones nutzen und zweitens gegenüber der Verschmelzung von Beruf und Privatleben aufgeschlossen sind. Sowohl flexible Arbeitszeitmodelle als auch Workation sind gute Möglichkeiten, die Generation Y für sich zu gewinnen.
  • Arbeitsklima: Den Mitgliedern der Gen Y ist es wichtig, sich am Arbeitsplatz wohlzufühlen und mit anderen Arbeitskollegen zu integrieren. Sie verbringen gern ihre Ruhepausen in einer Betriebsküche, wo sie sich mit Teammitgliedern austauschen und neue Ideen in ungezwungener Atmosphäre einbringen können. Die täglich gelebte Unternehmenskultur muss zu ihnen passen, damit sie sich als fester Teil des Unternehmens ansehen. Dabei präferieren die Millennials eher einen lockeren Kommunikationsstil und halten sich oft nicht an Regeln. Stattdessen hinterfragen sie alles.
  • Zusatzleistungen: Im Gegenteil zur Generation X, die vom Arbeitgeber vorrangig ein angemessenes Einkommen und Statussymbole erwartet, zeichnet sich die Generation Y durch eine höhere intrinsische Motivation aus. Voraussetzung ist allerdings, dass die geleistete Arbeit Freude bereitet sowie als sinnvoll und erfüllend erachtet wird. Herkömmliche Benefits, die finanzieller Natur sind, haben in Augen dieser Generation keinen Wert mehr. Vielmehr freuen sie sich über bereichernde Vorteile, die mit ihrem Lebensstil vereinbar sind. Events, Sport und Wellness stellen nur einige Beispiele dar.
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Wie gelingt die Mitarbeiterbindung bei Generation Y?

Die Generation Y hat keine Angst vor dem Jobwechsel und einer beruflichen Neuorientierung. Ist sie mit den im Unternehmen herrschenden Arbeitsbedingungen nicht zufrieden, zögert sie nicht lange, zu einem neuen Arbeitgeber zu wechseln. In der Tat findet die Mitarbeiterfluktuation innerhalb der Gen Y vergleichsweise häufiger als bei anderen Generationen statt. Deswegen ist es ratsam, ein auf Bedürfnisse dieser Generation abgestimmtes Konzept der Mitarbeiterbindung herauszuarbeiten. Die folgenden vier Ratschläge zeigen, wie ein Unternehmen die Millennials langfristig an sich binden kann:

Ratschlag 1: Partner auf Augenhöhe

Die Vertreter dieser Bevölkerungskohorte sehen sich nicht allein als Arbeitnehmer an. Vielmehr wollen sie, dass der Arbeitgeber sie als gleichberechtigte Partner wahrnimmt und individuelle Bedürfnissse berücksichtigt. Um ein Beispiel zu nennen: Viele Millennials arbeiten gern flexibel und sind ergebnisorientiert. Sie bleiben daher länger im Unternehmen, das flexible Arbeitszeitmodelle gewährleistet und die Ergebnisorientierung statt Anwesenheitskultur pflegt.

Ratschlag 2: Agilität und flache Hierarchien

Die Generation Y hält nichts von starren Organisationsstrukturen, in denen Mitarbeiter kein Mitbestimmungsrecht haben und eine passive Rolle einnehmen sollen. Sie will aktiv an Projekten teilnehmen und ist dazu bereit, ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Das Prinzip der gemeinsamen Zielvereinbarung und Aufgabenbewältigung auf Team- und Unternehmensebene ist dieser Generation sehr wichtig.

Ratschlag 3: Gutes Verhältnis zu Vorgesetzten

Neben dem Wunsch nach Eigenverantwortung und Selbstbestimmung am Arbeitsplatz wünschen sich die Millennials auch eine positive Beziehung zum eigenen Chef. Wie bereits angedeutet, wollen sie auf Augenhöhe zusammenarbeiten, ohne eine Rolle von „Befehlsempfänger“ oder „Aufgabenausführer“ zu spielen. Ihre Führungskräfte sollten sie individuell auf ihrem Karriereweg fördern und werden oft bei Ypsilonern als persönliche Coaches wahrgenommen.

Ratschlag 4: Weiterentwicklung und Abwechslung

Die Talente der Generation Y freuen sich über die Möglichkeit, innerhalb des Unternehmens zu wachsen und ihr volles Potenzial entfalten zu können. Sie nehmen ein lebenslanges Lernen sehr ernst und erwarten, dass es auch im Personalmanagement einen hohen Stellenwert hat. Zudem brauchen sie immer wieder neue Herausforderungen, um der Langeweile und Eintönigkeit zu entgehen. Deshalb ist die projektorientierte Arbeit perfekt für sie.

So begeistern Sie Gen Y: 15 Tipps für Arbeitgeber

Die Millennials kennen ihren Wert und sind sehr erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt. Um die Mitglieder dieser Generation von sich zu überzeugen und langfristig zu halten, müssen Unternehmen individuellen Bedürfnissen dieser Mitarbeitergruppe nachkommen. Hier sind einige Tipps:

  1. Das 9-to-5-Denken ist nicht mehr zeitgemäß. Gehen Sie als Arbeitgeber in Richtung Vertrauensarbeitszeit, bei der Mitarbeiter ihren Arbeitszeitbeginn und -ende selbst bestimmen können.
  2. Gewährleisten Sie Ihren Mitarbeitern eine ausgewogene Work-Life-Balance. Diese lässt sich unter anderem durch flexible Arbeitszeiten und das standortunabhängige Arbeiten verwirklichen.
  3. Binden Sie ihre Mitarbeiter aktiv in die Unternehmensstrategie ein und schaffen Sie ein Gefühl der Zugehörigkeit. Der Generation Y ist es wichtig, ein integraler und unverzichtbarer Teil des Unternehmens zu sein.
  4. Sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Talente nicht langweilen und die gewünschte Abwechslung am Arbeitsplatz finden. Sie können beispielsweise einen horizontalen Wechsel oder eine spannende Projektarbeit ermöglichen.
  5. Betrachten Sie die Angehörigen der Gen Y nicht nur als Arbeitnehmer, sondern vor allem auch als Partner, mit denen Sie auf Augenhöhe zusammenarbeiten können.
  6. Schenken Sie Ihren Talenten das Vertrauen und schaffen Sie genügend Freiraum für die Gestaltung der täglichen Arbeit. Die Millennials wünschen sich mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung am Arbeitsplatz.
  7. Investieren Sie in die Führungskräfteentwicklung. Bereiten Sie Ihre Führungskräfte aus der Generation X auf eine neue Rolle als Mitarbeitercoaches vor, die eine große Unterstützung für Teammitglieder sind.
  8. Überdenken Sie die herrschenden Hierarchien und Organisationsstrukturen. Halten Sie an starren Hierarchien fest, müssen Sie damit rechnen, dass Sie so Talente aus der Gen Y vergraulen können.
  9. Stellen Sie neue Medien zur Verfügung und passen Sie Ihre Kommunikation an Gewohnheiten junger Mitarbeiter an. Vergessen Sie nicht, dass die Millennials Digital Natives sind, die mit der Nutzung digitaler Technologien sehr gut vertraut sind.
  10. Verwenden Sie im Unternehmen nur jene Tools, die einen schnellen Informationsfluss und Austausch zwischen den einzelnen Teams und Mitarbeitern ermöglichen. Eine authentische Teamarbeit ist von hoher Bedeutung für diese Generation.
  11. Schaffen Sie eine angenehme Arbeitsatmosphäre, in der sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen. Eine bestehende Unternehmenskultur beeinflusst neben anderen Faktoren die Mitarbeiterzufriedenheit und Leistungsbereitschaft.
  12. Fördern Sie Entfaltungsmöglichkeiten auch abseits der traditionellen Karriereleiter. Bieten Sie Ihren Talenten Sabbaticals sowie andere Chancen für die eigene persönliche Entwicklung an.
  13. Organisieren Sie informelle Aktivitäten, um den Teamgeist und Zusammenhalt zu stärken. Abenteuerausflüge, Afterwork-Events und Yogastunden sind nur einige Beispiele dafür, wie Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen können.
  14. Fördern Sie bei Ihren Mitarbeitern eine intrinsische Motivation und stellen Sie ihnen Benefits bereit, die nicht unbedingt finanzieller Art sind. Beachten Sie dabei, dass Benefits zum Lebensstil des einzelnen Mitarbeiters passen müssen.
  15. Sensibilisieren Sie Ihre HR Experten für eine hohe Relevanz von generationenorientierten Stellenanzeigen sowie für Unterschiede, die zwischen den Generationen XYZ bestehen.

Exkurs: Generationen XYZ im Vergleich

Generationen XYZ weisen sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede auf. Familie, Freundschaft und Gesundheit sind die wichtigsten Werte, die das Leben aller drei Generationen prägen. Auch die Grundbedürfnisse sind dieselben: Der Wunsch nach Wertschätzung und sozialer Anerkennung, ein Gefühl der Sicherheit und Bindung sowie das Streben nach Selbstverwirklichung und innerer Freude bestimmen das Leben aller Menschen unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Generation. Die Schwerpunkte können sich allerdings je nach Lebensphase verlagern.

Die größten Veränderungen, die man zwischen den Generationen XYZ beobachtet, beziehen sich unter anderem auf die folgenden Bereiche:

Kommunikation

Die Vertreter der Gen X bevorzugen ein persönliches Gespräch unter vier Augen, wenn sie eine wichtige Angelegenheit besprechen oder ein Problem am Arbeitsplatz beseitigen wollen. Im Rekrutierungsprozess freuen sie sich über eine E-Mail und sind zum Telefonat nur nach Terminabsprache bereit. Außerdem kommunizieren sie respektvoll und eher förmlich, was ein bisschen distanzierend wirken kann.

Demgegenüber verschieben die Millennials und die Generation Z ihre Kommunikation in den digitalen Raum. Dies liegt vor allem daran, dass beide Generationen als Digital Natives mit digitalen Geräten und elektronischen Medien sehr gut vertraut sind. Sie sind auch viel spontaner und erwarten keine förmliche Anrede. Ganz im Gegenteil: Sie wünschen sich Authentizität und Kommunikation auf Augenhöhe. Zu diesem Zweck nutzen sie meistens Smartphone und sind auf sozialen Netzwerken täglich unterwegs.

Rolle der Arbeit

Die Generation X betrachtet die Arbeit als unentbehrliches Mittel zum Leben auf einem angemessenen Niveau. Aufgewachsen in Zeiten politischer Krisen und gesellschaftlicher Umwandlungen, schätzt sie ein Gefühl der Sicherheit so sehr, dass sie im Job keine Erfüllung sucht. Die finanzielle Absicherung und Statussymbole sind wesentlich wichtiger für diese Generation.

Dies unterscheidet die Generation X von den Millennials, die nach Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz streben. Sie sind dafür aufgeschlossen, das Berufs- und Privatleben miteinander zu verbinden und abseits der regulären Arbeitszeit für den Arbeitgeber verfügbar zu sein. Dazu ist die Gen Z nicht bereit, denn sie will nach dem 9-to 5-Arbeitstag ihre Freizeit im Familien- und Freundeskreis verbringen. Work-Life-Separation steht ganz oben auf der Prioritätenliste für die Post-Millennials.

Gefühl von Respekt

Die Generation X zeichnet sich durch einen hohen Respekt vor Alter, Wissen und Erfahrung aus. Sie zeigt ihre Hochachtung vor Menschen aufgrund ihrer Stellung in der Unternehmenshierarchie oder ihres sozialen Status. Weil früher Respekt als entscheidender Wert in der Kindererziehung galt, haben die Mitglieder der Gen X keine Schwierigkeiten damit, in festen Organisationsstrukturen und strengen Hierarchien zu arbeiten.

Die Millennials sehen dies anders. Sie brechen gern die bisher geltenden Regeln und wollen starre Hierarchien nicht mehr akzeptieren. Stattdessen erwarten Sie eine agile Führung und Zusammenarbeit, in der sie etwas zu sagen haben. Sie definieren sich selbst nicht als Arbeitnehmer, sondern als gleichberechtigte Partner. Demgegenüber bevorzugt die Generation Z unverbindliche Beziehungen, die eher von kurzer Dauer sind.

Verantwortungssinn 

Wie bereits erwähnt, spielen die finanzielle Absicherung und das Leben auf einem hohen Niveau eine vorrangige Rolle für die Generation X. Deswegen sind auch Statussymbole für diese individualisierte Generation sehr wichtig. Den Fragen rund um den Umweltschutz und die soziale Gerechtigkeit misst die Gen X keine besondere Bedeutung bei. Zudem sieht sie in diesen Bereichen keinen dringenden Handlungsbedarf.

Anders als die Generation X interessieren sich die Millennials und die Gen Z für die aktuellen Themen wie Umwelt, Energie und Klimawandel. Auch das Schicksal der Minderheiten und marginalisierter Gruppen, die aus verschiedenen Gründen aus dem Gesellschaftssystem ausgeschlossen sind, ist digitalen Eingeborenen nicht gleichgültig. Ferner hat sich ihre Erwartungshaltung an Eltern, Unternehmen und Institutionen verschärft.

Gen Y im Überblick


<strong>Wer ist Generation Y?</strong>
Die Generation Y, kurz Gen Y, bildet eine Bevölkerungskohorte, die zwischen 1980 und 1994 geboren wurde. Sie verbrachte ihre Kindheit oder Jugendzeit um die Jahrtausendwende. Andere Bezeichnungen für diese Generation sind Millennials, Ypsiloner und Generation Me.
<strong>Warum heißt es Generation Y?</strong>
Die Generation Y fragt oft nach dem Warum, indem sie viele traditionelle Aspekte des Lebens und Arbeitens hinterfragt. Diese Frage ist ihr charakteristisches Merkmal. Der englische Buchstabe Y, als „why“ ausgesprochen, bedeutet auf Deutsch übersetzt „warum”.
<strong>Wie alt ist heute Generation Y?</strong>
Die Angehörigen der Generation Y sind 2022 zwischen 28 und 42 Jahre alt. Während die jüngeren von denen derzeit in den Arbeitsmarkt eintreten, befinden sich die älteren von denen bereits mitten im Arbeitsleben. Sie sind eine Generation, die Arbeitgeber aktuell stark nachfragen.
<strong>Was zeichnet Generation Y aus?</strong>
Eine ausgewogene Work-Life-Balance, die tägliche Nutzung von Smartphone sowie ein starkes Bedürfnis nach Flexibilität und Zugehörigkeit sind wichtige Eigenschaften der Gen Y. Ihre Bereitschaft, die Regeln zu brechen und Neues zu erkunden, kann die Arbeitswelt völlig verändern.


Verfasst von Sandy Lanuschny

Den Mehrwert von Papershift stets im Blick, versorgt Euch Sandy mit spannenden Beiträgen zu den Themen Dienstplanung und Zeiterfassung.