Millennials auf dem Arbeitsmarkt

Für Millennials auf dem Arbeitsmarkt werden neben dem Gehalt auch andere Aspekte des Jobs immer wichtiger. Was Generation Y wirklich bewegt, lesen Sie hier.
  • Autor: Niklas Perius
  • Letzte Aktualisierung: September 8, 2022
  • 5 Minuten
Millennials am Arbeitsmarkt

© fizkes / Adobe Stock

Millennials auf dem Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt befindet sich im ständigen Wandel. Vor allem für junge Menschen werden neben dem Gehalt auch andere Aspekte des Jobs zunehmend wichtiger. Parallel dazu steigt die Bereitschaft dazu, den Job zu wechseln, um berufliche oder persönliche Ziele zu erreichen. Was Millennials auf dem Arbeitsmarkt motiviert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was Millennials im Berufsleben wichtig ist 

Jede Generation wird von ihrem soziokulturellen Umfeld geprägt und prägt dieses zeitgleich nachhaltig durch Erlebnisse und Erfahrungen. Die Abgrenzung von einer Generation zur nächsten ist kein einfacher und unumstrittener Prozess, doch die allgemein anerkannte Methode die Generationen in Zyklen von 15 bis 20 Jahren einzuteilen, konnten sich bisher durchsetzen. Wie die Generation X (1965 – 1979) es vor ihnen tat und die Generation Z (1995 – 2010) es nach ihnen tun wird sind die Millennials oder auch Generation Y (1980 – 1994) momentan dabei der Gesellschaft ihren Stempel aufzudrücken. In den letzten Jahren sind auch die späten Jahrgänge der Generation in der Arbeitswelt angekommen.

Zu den charakteristischen Merkmalen der Millennials gehört unter anderem, dass sie als erste Generation mit der digitalen Technik aufgewachsen sind. Sie werden deshalb auch als die ersten Digital Natives bezeichnet. Da der Begriff Digital Native eine Person bezeichnet, die schon in jungen Jahren intensiven Kontakt zur Informationstechnologie hatte, lässt sich mit Gewissheit sagen, dass alle folgenden Generationen ebenfalls Digital Natives sein werden.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der Generation Y ist die hinterfragende Natur, der ihren Mitgliedern oftmals nachgesagt wird. Deshalb wird das Y in diesem Kontext häufig wie das englische “why” (zu deutsch “warum”) ausgesprochen. Diese Eigenschaft spiegelt sich wieder, wenn man den Einfluss der Millennials auf die Arbeitswelt in Deutschland näher betrachtet.

Ein gutes Arbeitsklima, also ein gesundes Arbeitsumfeld mit gutem Team und Kollegen, hat das Gehalt als wichtigsten Faktor bei der Arbeitgeberwahl verdrängt. Während bei der Wahl des aktuellen Arbeitgebers noch das Gehalt deutlich an erster Stelle stand, liegt bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers das Arbeitsumfeld vorne. Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist für 64 Prozent der befragten Frauen und 53 Prozent der Männer das Arbeitsklima ausschlaggebend. Weitere bemerkenswerte Kriterien sind neben dem Gehalt (50 Prozent bei beiden Geschlechtern) auch die Work-Life-Balance (die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben), sowie der Standort des Arbeitsplatzes.

Über die Hälfte der Millennials zieht einen Jobwechseln in Betracht  

Die Wahl eines zukünftigen Arbeitgebers scheint für viele Millennials nicht in allzu ferner Zukunft zu liegen. 62 Prozent der Befragten gaben nämlich an, grundsätzlich für große Veränderungen im Berufsleben offen zu sein. 21 Prozent sind sogar aktiv auf der Suche nach einem neuen Job. Die Gründe für eine Kündigung liegen für die Befragten mehrheitlich an einem zu geringen Gehalt (27 Prozent). Aber auch ein schlechtes Arbeitsklima (15 Prozent) oder die Unter- beziehungsweise Überforderung am Arbeitsplatz (jeweils etwa 10 Prozent) werden als mögliche Gründe für eine Kündigung angesehen. Von dem Jobwechsel erhoffen sich vorwiegend Männer innerhalb der nächsten fünf Jahre eine höhere Position in der neuen Firma.

Millennials auf dem Arbeitsmarkt – eine Studie 

Die Erkenntnisse über das Verhalten einer ganzen Generation im Arbeitsleben gehen aus der Studie  “Karrierewege Millennials 2022” der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) hervor. In Zusammenarbeit mit der Karriereplattform für Frauen “the female factor” wurden mehr als 1.000 deutsche, sowie über 1.500 österreichische und schweizer Männer und Frauen im Alter von 15 bis 40 Jahren befragt.

Angestellte, gerade jüngere Berufstätige, wollen sich heute häufiger ausprobieren. Auf dem Arbeitsmarkt sehen sie aktuell die Chance dazu, da es durch den Fachkräftemangel Vakanzen an qualifizierten Mitarbeitenden gibt. Das gilt für fast alle Branchen. Daher sind Firmen gut beraten, auf die individuelle Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzugehen (…). 

Jan-Rainer HinzMitglied der Geschäftsführung von EY

Jeder fünfte findet seinen Job über das persönliche Netzwerk 

20 Prozent der Befragten fanden ihren aktuellen Arbeitgeber mit der Hilfe ihres privaten Netzwerks an Freunden, Bekannten und Verwandten. Digitale Jobplattformen führten in 15 Prozent der Fälle zum Erfolg.

Über analoge Wege wie das Arbeitsamt, Zeitungen, Zeitschriften oder Jobmessen werden die Millennials auf der Jobsuche kaum noch fündig.

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Arbeitsumfeld und Förderung beeinflussen die Motivation 

Wenn es darum geht, einen Arbeitnehmer langfristig an das Unternehmen zu binden stehen zwei Wünsche im Mittelpunkt: Das Arbeitsumfeld und die Unterstützung bei den Karrierezielen.

Während weiblichen Arbeitnehmern das Arbeitsumfeld wichtiger als den Männern, sind diese offener in der Kommunikation ihrer Karriereziele. Doch auch wenn männliche Arbeitnehmer deutlich eher bereit sind, mit ihren Vorgesetzten über Karrierepläne zu reden, sind es doch die Frauen, die sich besser unterstützt fühlen. 28 Prozent ordneten die erhaltene Unterstützung als “voll und ganz” ein – bei Männern sind es lediglich 18 Prozent.

Generation Y in der Arbeitswelt – ein Fazit

Die Millennials sind jetzt komplett in der Arbeitswelt angekommen. Einige stehen noch am Anfang des Berufslebens, andere konnten bereits wertvolle Erfahrungen sammeln. Sie werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten den Großteil der verfügbaren Arbeitskräfte ausmachen und bringen einige Veränderungen mit sich an den Arbeitsmarkt: Für diese Generation ist ein gesundes Arbeitsumfeld wichtiger als ein paar Euro mehr Gehalt am Ende des Monats und sie sind bereit, dafür auch den Arbeitgeber zu wechseln.

Von ihrem Arbeitgeber erhoffen sie sich, dass auf individuelle Bedürfnisse eingegangen wird und sie von Vorgesetzten und Unternehmensorganisation in ihrem Karriereweg unterstützt werden.

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Verfasst von Niklas

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